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21 (1845) Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman
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Ja, Sir, ich weiß es ich weiß es. Dies- Geschichte istso unerwartet gekommen. Ich bin sogar beim Nachtmahl gewesen,Sir ja, meine Mutter hat mich zur Communion angehalten.Nichts ist vernachläßigt worden, Sir."

John Essingham war in seinem Verkehr mit anderen Menschenoft stolz und eigensinnig, denn seine U-berlegenheit über die meistenseiner Nebenmenschen sowohl in Grundsatzfestigkeit, als in geistigerKraft war zu augenfällig, um nicht auf die Ansichten eines Man-nes Einfluß zu üben, der nicht daran gewöhnt war, auf seine eige-nen Gebrechen zu achten; in Beziehung auf Gott aber benahm ersich stets ehrfurchtsvoll und demüthig. Geistlicher Hochmuth bliebseinem Character fremd, denn er fühlte gar Wohl, wie sehres ihm selbst an christlichen Tugenden gebrach; sein Hauptman-gel bestand vielmehr darin, daß er die Schwächen Anderer mitscharfem Auge zu beobachten pflegte, ohne daß man ihm hättenachsagen können, er bilde sich zu viel auf seinen eigenen Werthein. Legte er an sich selbst den Maßstab der Vollkommenheit, sokonnte Niemand bemülhiger sehn; beschränkte er aber die Verglei-chung auf seine Umgebung, so traf man nicht leicht einen stolzerenMann oder überhaupt einen Mann, der ein größeres Recht hatte,stolz zu sehn, wenn je eine Berechtigung zu derartigen Paralleleneingeräumt werden kann. Das Gebet war bei ihm nicht zur Ge-wohnheit, zu einer Tagesordnung geworden, obschon er sich niezu beten schämte; und wenn er wirklich seinen Geist in dieser Weisebeugte, geschah es mit der ganzen Kraft und Ueberzeugung seinesCharacters. Die ärmlichen Tröstungen, welche Mr. Mondah ausseiner Lage zu ziehen versuchte, gingen ihm zu Herzen, denn ersah das grausame Blendwerk ein, durch welches sich die Politik allerStaatskirchen auSzeichnet, indem sie statt des Wesens der Fröm-migkeit die Formen vorschreiben, obschon er andererseits, ungleichvielen seiner eigenen Landsleute, zu sehr über die engherzigenUebertreibungen erhaben war, welche zu oft die Unschuld in Sünde