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„Dennoch findet man regelmäßig, daß der Mensch allenthalbenden Schwächeren unterdrückt."
„Wohl wahr; aber er bekundet zugleich das Bewußtseyn diesesUnrechts mittelbar oder unmittelbar. So zeigt sich znm Beispieldie Thatsache, daß Einer die Größe seines Verbrechens empfindet,in der Art, wie er es zu beschönigen sucht. 'Was übrigens un-sere Feinde, die Beduinen betrifft, so kann ich nicht sagen, daß ich,selbst im hitzigsten Kampfe mit ihnen eine Erregung des Haffesempfand, denn ihre Gewohnheiten haben ihr Verfahren gesetzlichgemacht."
„Wie ich höre," unterbrach ihn Mr. Effingham, „hatte manes nur Eurer Geistesgegenwart und Festigkeit zu danken, daß nichtviel mehr Blut unnöthigerweise vergossen wurde."
„Es dürste sehr in Frage stehen," fuhr Paul fort, indem erdieses Complinrcnt nur mit einer leichten Verbeugung erwiederte,„ob nicht auch ein civiüfirtes Volk im Hinblick auf den Gewinnein Recht zu haben sich eingeredet hätte, Handlungen zu begehen,welche in ebenso großem Widerspruch stehen mit der natürlichen Ge-rechtigkeit, wie das Benehmen dieser Barbaren. Vielleicht gibt eSkeine Nation, welcher nicht mehr oder minder der Vorwurf ge-macht werden könnte, fie habe sich durch ihre Politik schon zuSchritten verleiten lassen, die an sich mehr zu rechtfertigen waren,als das Raubspstem der Beduinen."
„Schlagt Ihr die Rechte der Gastfreundschaft für Nichts an?"
„Werft einen Blick auf Frankreich — zeichnen sich die Franzosen,wenigstens unter' ihren gegenwärtigen Beherrschern, nicht durch feineBildung aus? Aber es ist noch nicht lange her, daß die Habedes Fremden, welcher auf ihrem Gebiete starb, einem Monarchenzufiel, der in Ueppigkeit schwelgte. Vergleichen wir nun diesesGesetz mit den Verträgen, welche Fremde cinladen, sich nach demLande zu begeben, und die Bedürfnisse des Monarchen, der solcheRaubgier an den Tag legte, mit der Lage der Berbern, denen