in welche es sowohl durch die beharrliche Nähe der Beduinen, alsdurch die bedrohlichen Gefahren des Wetters versetzt war. Wiees gewöhnlich am Rande der Passaten der Fall ist, war der Windunstät und blies bisweilen von der See her, obschon er fortwäh-rend leicht blieb und die Wechsel nicht lange dauerten. Wie Ka-pitän Truck gehofft hatte, waren, als die Matrosen Abends zuarbeiten aufhörten, die Fockraaen und die FockmarSsegelraaen anihren Plätzen; ferner hatte man die Bramstenge eingezapft, so daßdas Schiff mit Ausnahme seines Segelzeugs vorne völlig aufge-tackelt war. Auf dem Hintertheile war weniger geschehen, obgleichunter dem Beistände der Supernumeräre, welche fortwährend Hand-reichung thaten, die Nntermasten fest saßen; Takelwerk hatte übri-gens noch nicht angebracht werden können. Die Matrosen erbotensich freiwillig, in Ablösungshaufen auch während der Nacht zu ar-beiten; Kapitän Truck wollte jedoch nichts davon hören, indem ererklärte, sie hätten ihr Nachtessen und die Ruhe wohl verdient —cs solle ihnen daher von dem, was ihnen gebühre, nichts ver-kümmert werden.
Die Gentlemen, welche nur gelegentlich freiwilligen Dienstleisteten, übernahmen mit Vergnügen die Auslugwache, und da cSan Bord nicht an Feuergewehren, sondern höchstens an Pulverfehlte, so hegte man wegen der Beduinen keine sonderlichen Be-sorgnisse. Erwartetermaßen verlief die Nacht ruhig, so daß mitder Morgendämmerung männiglich sich erfrischt und gekräftigt vonseinem Lager erheben konnte.
Mit der Rückkehr des Tages kamen jedoch die Beduinen wiederin Schaaren nach dem Ufer herunter; denn der letzte Sturm, wel-cher ungewöhnlich heftig gewesen, und die Kunde von den Wracken,welche vermittelst der Dromedare weithin verbreitet worden war,hatten an der Küste eine Streitmacht versammelt, die schon durchdie Zahl der Köpfe furchtbar zu werden begann. Der Däne warnun völlig geleert, und Beute übte auf die raubgierigen Berbern