holte bas Boot hastig von dem Schiffe ab und kam dadurch einwenig vorwärts. Sobald dies geschehen war, ließ er die Leinefallen und ergriff seine Steuertaue, um den Schnabel des Bootszwischen den beiden Gefahren — dem Montauk und dem Riffe —hindurch zu bringen. Dies lief nicht ohne einiges Geräusch ab.Man hatte das stärkere Auftreten auf dem Dache und das Plätscherndes WafferS, als die Leine niederste!, vernommen; auch spielte dasfeuchte Element so laut unter den Bugen des Fahrzeugs, daß manes deutlich hören konnte. Die Beduinen auf dem Montauk riefennun denen auf dem Riff zu, und letztere winkten ihren Kameraden,weil fie wußten, daß Kapitän Trucks Leute noch in Freiheit warenund von dieser Seite her ein Angriff zu befürchten stand.
Das nun folgende Geschrei und Getümmel war schrecklich.Die Beduinen feuerten auf's Gerathewohl Musketen ab und derLärm von dem Lager her bildete das Echo zu dem Getümmel aufdem Schiffe und auf den Klippen. Auch die Gesellschaft, welcheruhig im Boote geschlafen hatte, wurde dadurch geweckt, und Saun-derS stimmte aus Heller Angst in das Geschrei ein. Aber die bei-den Gentlemen auf dem Decke beeilten sich, ihren Begleitern denStand der Dinge mitzuthcilen und sie zu Beobachtung des tiefstenStillschweigens zu veranlassen.
„Sie scheinen uns nicht zu bemerken," flüsterte Paul Eva zu,als er sich vorwärts beugte, um den Kopf zu einem offenen Fensterhinausstecken zu können, „und eine Wiederkehr der Brise kann unsnoch immer retten. Es herrscht großes Getümmel unter ihnenund ohne Zweifel wissen sie, daß wir nicht fern sind; aber so langesie nicht genau unser» Standpunct kennen, sind wir beziehungsweisesicher. Ihr Geschrei leistet uns guten Dienst, da eS uns alsLandmarke dient; denn Ihr könnt Euch denken, daß ich mich keinerStelle nähere, von der aus ich Lärm höre. Betet jetzt um Wind,theuerste Miß Efsingham; betet, baß uns der Himmel Wind schicke!"
Eva betete zwar stumm aber mit Inbrunst, während der junge