434
sie ist an grobe Kost nicht sonderlich gewohnt, und Mammerselleliebt gleichfalls etwas Feines, wie dies, glaube ich, bei allen Per-sonen von französischer Abkunft der Fall ist."
Eva'S Augen glänzten; indeß hielt sie eS doch für nöthig, ei-nige Worte der Entschuldigung zu sagen.
„Die arme Anna ist schon so lange daran gewohnt, die Lau-nen eines verzärtelten Mädchens zu befriedigen," sagte sie, „daßich fürchte, diejenigen, welche so sehr aller ihrer Kräfte bedürfen,könnten darunter Noth leiden. Es sollte mir ewig leid thun, Mr.Powis, wenn Ihr, der Ihr für uns in jeder Hinsicht von so großerWichtigkeit seyd, die Kost nicht nach Eurem Geschmacke finden solltet."
»Ich habe, ohne es zu wissen und ganz gegen meine Absichtmich selbst dem Verdacht bloSgestellt, als sey ich einer von Mr.Monday'S Gourmets, ein Mensch, einfach sür'S Gesottene und Ge-bratene," cntgegnete der junge Mann lachend; „obschon ich bloSmein Vergnügen darüber auszudrücken wünschte, daß für diejenigen,deren Behaglichkeit mir über Alles geht, so gut gesorgt wurde.Mit Vergnügen wollte ich sogar hungern, Miß Efsingham, wennich Euch unter den außerordentlichen Umständen, in denen wir unsbefinden, frei von aller Beschwerniß sehen könnte."
Eva drückte ihren Dank durch Blicke aus, und die Erregung,welche durch diese Worte hervorgerufen wurde, stellte schnell dieSchönheit wieder her, welche kürzlich »och unter den Schauern derFurcht gelitten hatte.
„Habe ich nicht zwischen Euch und Mr. SaunderS ein Ge-spräch über die Vortrefflichkeit mancher Vorräthe, die im Schiffezurückgelaffen werden mußten, mitangehört?" fragte John Effing-Ham, um die Verlegenheit seiner Nichte zu erleichtern, indem erPaul um Antwort ansah.
„Wohl möglich, denn er kürzte sich die Zeit, als wir an denKetten thätig waren, mit einer schöne» Jeremiade über das Unglückseiner Truhen. Vermuthlich, Steward, haltet Ihr das Mißgeschick»