ihrer eigenen Sprache aus, der deutlich verrieih, wie elend sie sichfühlte, und Anna Sidleh, die stets unruhig wurde, so oft sie inBeziehung auf Eva etwas sprechen hörte, was sie nicht verstehenkonnte, blickte von der Gouvernante auf ihre Gebieterin, als bätesie um Erklärung.
„Ich bin überzeugt, Mammerselle kann etwas der Art nichtfür möglich halten," fuhr sic mit größerer Bestimmtheit fort; „undIhr, Sir, werdet wenigstens nicht zugeben, daß sich Miß Eva mitso unvernünftigen und ungeheuerliche» Vorstellungen quäle."
„Wir sind in den Händen Gottes, meine gute Anna, uud Ihrkönnt'S vielleicht noch erleben, daß alle Eure vorgefaßten Ansichtenvon Schicklichkeit verletzt werden," entgegnete Mr. Effingham.„Laßt uns beten, daß wir nicht getrennt werden, denn es liegtwenigstens ein inniger Trost darin, wenn uns gestattet wird, unserElend gemeinschaftlich zu tragen. Ach, wenn wir auSeinandergeriffenwerden sollten, dann müßte sich in der That unser Leid zur uner-träglichsten Qual steigern."
„Und wer wird auch eine solche Grausamkeit für möglich hal-ten, Sir? Mich können sie nicht von Miß Eva trennen, denn ichbin ihre Dienerin — ihre lang erprobte, getreue Pflegerin, die siein ihren Armen hielt und ihrer wartete, als sie noch ein hülflosesKind war. Und auch Ihr, Sir — Ihr seyd ja ihr Vater — ihrgeliebter, verehrter Vater — und ist Mr. John nicht ihr Vetterdem Blut und dem Namen nach? Und sogar Mammerselle hat An-sprüche daran, bei Miß Eva zu bleiben, denn sie lehrte sie vieleDinge, die, wie ich wohl glauben mag, gut zu wissen sind. Onein, nein, nein! Niemand hat ein Recht, uns voneinander zu rei-sten, und Niemand wird das Herz haben, es zu thun."
„Nanny, Nanny!" murmelte Eva, „Ihr kennt diese grau-samen Beduinen nicht — könnt auch nichts von ihnen wissen."
„Sie können nicht grausamer und unversöhnlicher seyn, alsunsere eigenen Wilden, Fräulein, und diese lassen die Mutter bei