etwa dreißig Fuß von dem Schiffe abstand, war diese Linie mitlebenden Wesen betüpfelt, die behutsam aufwärts krochen. Auchzeigte ein zweiter Blick sogleich, daß eS Menschen waren, die ver-stohlen auf Händen und Füßen näher kamen.
Mr. Blunt erhob die Handspacke und schlug mehreremal heftigan die Ketten. Die Wirkung davon war, daß der ganze Haufeder Beduinen — denn er mußte wohl aus solchen bestehen —plötzlich vorzurücken aufhörte und sich rittlings auf die Ketten setzte.
„Dies ist schrecklich!" sagte Mr. Sharp. „Aber lieber wollenwir sterben, als sie an das Schiff heranlaffen."
„Ja das müssen wir. Tretet hieher, und wenn sie wieder vor-rücken, schlagt auf die Ketten. Es ist kein Augenblick zu verlieren."
Während Paul Blunt hastig diese Worte sprach, übergab erdem Andern die Handspacke und eilte sodann nach den Bätingenhinunter, wo er die Ketten von ihren Befestigungen loszumachenbegann. Die Beduinen hörten das Klirren der Eisenringe, als ereinen Schlag um den andern auf das Deck niederwarf, und kamennicht weiter heran. Auf einmal gaben zwei Linien unter ihnennach und dann zwei weitere. Dies war das Signal zu einem ge-meinschaftlichen Rückzug, und Mr. Sharp konnte nun deutlich fünf-zehn Männergestalten zählen, die nach dem Riff zurückklctterten.Die Einen hielten sich mit den Armen fest, die Andern lagen halbim Wasser, und wieder Andere zappelten neben den Ketten, wie es ebengerade kam. Nachdem Mr. Blunt so das Schiff losgemacht hatte,fielen die Ketten in die See und der Montauk trifftete langsamsternwärts, wo er vor seinen Kabeln ritt. Während dies vorging,standen die beiden jungen Männer schweigend auf dem Vorderkastell,als wäre Alles, was sie eben mit angesehen, nur ein Traum gewesen.
„Dies ist in der That entsetzlich!" rief Paul Blunt. „Wirhaben nicht einmal eine Pistole hier — keine BertheidigungSmittel,nichts als einen schmalen Waffergürtel zwischen uns und diesenBarbaren! Ohne Zweifel sind sie obendrein mit Fcuergewehren