Während wir von dergleichen Dingen reden, sind wir hier in einemfast verlassenen Schiffe und kaum eine halbe Stunde von der gro-ßen Wüste Sahara entfernt. Wie schön diese Sterne sind, Ma-demoiselle. Wir haben nie zuvor ein G-wvlb gesehen, das mitso funkelnden Edelsteinen besät gewesen wäre."
„Den Grund davon müssen wir wohl in der Breite suchen,unter der wir uns befinden," versetzte Mr. Sharp.
„Zuverlässig. Wer kann uns wohl genau den Breitegrad an-geben, unter dem wir gegenwärtig stehen?"
Als Eva diese Frage stellte, wandte sic sich unwillkührlich anMr. Blunt; denn die ganze Gesellschaft war stillschweigend mit sichdarüber einig geworden, daß er mehr von Schiffen und Schifffahrtverstehen müsse, als sie Alle miteinander.
„Ich glaube, wir befinden uns nicht weit vom vierundzwan-zigsten — also ganz nahe am Wendekreise und an einem Orte, dervolle sechzehn Grade südlich von unserem Hafen liegt. Das nach-setzende Schiff und die Bö haben uns nahezu fünfhundert See-meilen von dem Kurse abgebracht, den wir hätten einschlagen sollen."
„Zum Glück haben wir Niemand, Mademoiselle, der um un-sererwillen Sorge tragen könnte, oder überhaupt Niemand, der solebhaftes Interesse an uns fühlte, um sich über unsere Verspätungsehr zu betrüben. Ich hoffe, Gentlemen, daß ihr in dieser Bezie-ziehung eben so ruhig seyn könnt."
Dies war bas erste Mal, daß sich Eva eine Frage erlaubte,Welche Paul Blunt hätte veranlassen können, auf eine nähere Aeu-ßerung über seine Verhältnisse einzugehen. Auch bereute sie augen-blicklich ihre Worte, obschon sie keinen Grund dazu hatte, da derjunge Mann sich nicht bewogen fand, darauf zu antworten. Mr.Sharp bemerkte, seine Verwandten in England könnten kaum et-was von ihrer Lage wissen, bis Briefe von ihm einliefen, um sieüber ihn zu beruhigen; und was Mademoiselle Viefville betraf, so