eS unter ihrer Beihülfe spaziert, tanzt, hüpft — ja und sogar fastspricht. Das stehende Tackelwerk sind die Knochen und Knorpel —das laufende Zeug die Denen, in welchen da« Leben des Fahrzeugskreist, und die Blöcke bilden die Gelenke."
„Und was ist das Herz?" fragte Sir George.
„Das Herz ist der Befehlshaber. Unter einem tüchtigen Kom-mandeur kann kein gutes Schiff je verloren gehen, so lange es nocheinen Fuß Wasser unter seinem falschen Kiel oder ein Taugarn hat,mit dem sich etwas auSrichten läßt."
„Und doch war der Däne mit alle dem versehen."
„Mit Allem, nur nicht mit dem Wasser. Das beste Fahrzeug,das nur je von Stapel gelassen wurde, ist nicht so viel Werth, alsein einzelnes Kameel, wenn eS hoch und trocken auf dem Sand vonAfrika liegt. Ach diese armen Unglücklichen! Und doch hätte ihrGeschick auch das unsrigc werben können, obschon ich nur wenigan die Gefahr dachte, so lange wir uns in Mitte der Beduinenbefanden. Es ist mir noch immer ein Geheimniß, warum sie unsentkommen ließen, namentlich, da sie so bald von dem Wrack abzo-gen. Auch war'S ein großer Haufen, denn wen» einer Alle zählte,welche kamen und gingen, so müssen sie sich wohl auf mehrereHundert belaufen haben!»
Der Kapitän wurde nun still und gedankenvoll — ja, sogarunruhig wegen seines Schiffes, da der Wind sich zu steigern fort-fuhr. Ein- oder zweimal sprach er davon, in einem der leichtenBoote nach dem Montauk hinfahren zu wollen, um in Person nachseiner Sicherheit sehen zu können; indeß gab er den Gedankenwieder auf, da er sah, wie die Wellen sich hoben und der schwereFloß die Banden, von welchen er zusammengchalten wurde, zu zer-sprengen drohte. Endlich schlief auch er ein, und wir verlassen ihnund seine Gesellschaft für eine Weile, um nach dem Montauk zu-rückzukehren und zu berichten, was sich an Bord desselben zutrug.