uferwärts, daß sie kaum um tausend Ruthen von dem Wrack ab-gckommen waren, als sie schon zum zweitenmal ankern mußten.
Unter solchen Umständen blieb unseren Abenteurern keine an-dere Wahl, als das Abwarpen In gleicher Weise fortzusetzen unddann die gewonnene hohe See so gut als möglich zu benützen.Durch diese Anstrengung gelang es ihnen, um Sonnenuntergangin die Nähe des VorgebirgS zu kommen, welches die Gesichtslinienach ihrem eigenen Schiffe hin abschnitt, und von hier aus mußtensie nach Kapitän Trucks Berechnung etwas weniger als zwei See-meilen von dem Motauk entfernt seyn. Der Wind hatte angefrischt,aber obgleich er keineswegs so stark war, um den Wellenschlaggefährlich zu machen, so steigerte er doch die Mühe der Matrosenin so hohem Grade, daß der Kapitän wohl oder übel sich entschloß,einen paffenden Ankerplatz auszusuchen und seinen erschöpften Leuteneinige Ruhe zu gönnen.
Die Matrosen waren außer Stande, ihren Floß in einen Hafenzu bringen, denn nördlich von dem Landvorsprnng oder auf derSeite, wo sie sich befanden, lag weder ein Riff noch eine Bai,die ihnen hätten Schutz bieten können. Die Küste war eine ein-zige fortgesetzte Wellenlinie von Sandbänken, und wenn Wind vor-handen war, brandete das Wasser bis aus eine Entfernung vonfünfhundert Ruthen seewärts; der Ort, wo das dänische Schiff aufden Strand saß, war daher höchst wahrscheinlich absichtlich gewähltworden, um das Leben der Mannschaft zu retten, linier solchenUmständen blieb nichts Anderes übrig, als wieder auf eine sichereEntfernung abzuwarpcn und die Boote, so gut es gehen wollte,für die Nacht zu sichern. Dies geschah gegen acht Uhr, und Kapi-tän Truck ertheilte nun Befehl, noch zwei Kcdschen niederzulaffen,weil er nicht in der Dunkelheit trifftig werden wollte, wenn esanders in seiner Macht lag, es zu verhindern. Nachdem die Leutemit ihrem Aufträge zu Stand gekommen waren, erhielten sie ihr