Druckschrift 
21 (1845) Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman
Entstehung
Seite
355
Einzelbild herunterladen
 

bedenklichen Gelegenheit auf eine Art benommen habt, wie es keinAnderer in unserem ganzen Haufen gethan haben würde."

Mr. Monday schlief seine Schnapsdünste weg, aber Mr. Dodgeverbeugte sich für das Compliment und schwelgte in der Vorahnungvieler trefflichen Bemerkungen für sein Journal, mit denen er dieSpalten des Active Jnquirer zu füllen hoffte. Ja, er begann sogarbei sich zu überlegen, ob er nicht über seine Erlebnisse eiu eigenesBuch schreiben könne.

Jetzt begann der mühseligste und bedenklichste Theil der Auf-gabe , der sich Kapitän Truck unterzogen hatte natürlich die Be-rührung mit den Beduinen ausgenommen: nämlich das Geschäft,alle die schweren Spieren eines großen Schiffs, die in einem ein-zigen Floß zusammengeknotet waren, mit uferwärts wehendemWinde in einer der Küste nah gelegenen See weiter zu schleppen.Allerdings fehlte es nicht an Händen, da er in der Lansche zehnund in allen übrigen Booten vier Ruder bemannen konnte; abernachdem die Segel standen und eine Stunde lang stätig fortgerudertworden war, stellte sich'S heraus, daß sie trotz aller ihrer Anstren-gungen nicht im Stande sehn würden, ihre Beute vor dem fol-genden Tage nach dem Schiffe zu bringen, wenn der Wind ingleicher Weise andauerte. Die Abtrifft in's Lee oder gegen dieKüste hin war bedenklich stark, da jede hcrankommende Welle dieganze Masse dem Ufer näher brachte; auch waren sie mittlerweileungefähr dreißig Ruthen südwärts gekommen und mußten jetzt an-kern, um sich vor der Brandung klar zu halten, die sich eben jetztgut fünfzig Ruthen in die See hinein erstreckte.

Zum Glück war Entschiedenheit ein Hauptzug in KapitänTrucks Charakter. Er begriff wohl, welcher lange uud schwereKampf ihnen bevorstand, und die Matrosen hatten noch keine zehnMinuten gerudert, als er Mr. Leach, der sich im Kutter befand,den Befehl ertheilte, seine Leine abzuwerfen und an die Seite derLansche zu kommen.