Druckschrift 
21 (1845) Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman
Entstehung
Seite
281
Einzelbild herunterladen
 

281

von einem Manne, dessen Lebenselement Neid und Verrath istmit einem Worte von einem guasl-Gentleman? Wir wollenhören, was uns Eva zu sagen hat."

Die Gewährleistung habe ich von Anna Sidley, die ihn aufder That ertappte. Ihr erinnert Euch des freundlichen Briefs,den Ihr unmittelbar vor unserem Abgang von London an meinenVater schriebt, Vetter Jack Ihr thatet es, weil Ihr Euererredlichen Zunge die Acußernngen Eures redlichen Herzens nicht ver-trauen wolltet. Diesen Brief lese ich nun täglich nicht wegenden darin enthaltenen Versprechungen, wie Ihr mir wohl glaubenwerdet, sondern um der warmen Zuneigung willen, welche Ihrdarin gegen ein Mädchen ansdrückt, die nicht zur Hälfte verdient,was Ihr für sie fühlt und thut."

Pah!"

Nun, mögt Ihr es immer für läppisch halten; aber ich laserst diesen Morgen noch den Brief und ließ ihn achtlos auf meinemTische liegen. Aber in seinem unsterblichen Verlangen, dem Publi-cum etwas vorzulegcn, wie es seinem hohen Beruf und seiner Pflichtgebührt, hat ihn auch Mr. Dodge gelesen. Wie es denn nun bis-weilen eifrigen Neuigkeitskrämern zu ergehen pflegt, hat er einigeStellen unrichtig gedeutet und daraus den Schluß gezogen, ichwerde unmittelbar nach meiner Ankunft in Amerika eine glücklicheGattin werden und den Titel Miß Eva Esfingham gegen den einerMrS. John Efsingham vertauschen."

Unmöglich! Niemand kann so thöricht oder überhaupt soniederträchtig sehn!"

Ich möchte eher glauben, mein Kind," fügte der mildere Vaterbei,daß Mr. Dodge Unrecht geschehen ist. Kein Mensch, der sichder Stellung eines Gentleman auch nur im mindesten nähert, könnteeine so nichtswürdige Handlung begehen, wie die von Dir genannte ist."

Oh, wenn Ihr gegen die Angabe weiter nichts einzuwendenhabt," bemerkte der Vetter,so bin ich bereit, ihre Wahrheit eid-