Grundsätze und des Rechtes gesetzt würden; solche Leute verdräng-ten — ich bediene mich seiner eigenen Worte, Mademoiselle," fügteEva, im Bewußtseyn der Treue ihres Gedächtnisses erröthend, bei— „den guten Geschmack und ächte Liberalität durch gehaltloseProvinzialansichten, vermischten die Grundsätze der Freiheit mit denAntrieben eines persönlichen Neides und gemeiner Stellenjägerei —kurz, verlören ihre Pflichten gegen die Oeffentlichkeit ganz aus demGesichte, indem sie sich nur Mühe gäben, ihre eigenen Interessenzu fördern. Er sagt, das Gouvernement sey in Wahrheit einePressokratie und dazu noch eine Preffokratie, welche nicht ein-mal das versöhnende Verdienst guter Grundsätze, des Talents, einesgediegenen Geschmackes oder der Kenntnisse für sich habe."
„Dieser Monsieur Blunt hat sich also sehr bestimmt ausgebrücktund dabei kmtlisamont eloguent," entgegnete Mademoiselle Viefvilleernst; denn die verständige Gouvernante bemerkte wohl, dass sichEva einer Sprache bediente, die von ihrer gewöhnlichen zu sehrverschieden war, um nicht die Vermuthung in ihr rege zu machen,daß sie die Worte des Sprechers buchstäblich angeführt habe. Zumerstenmal erwachte in ihr der schmerzliche Verdacht, daß sie denVerkehr zwischen ihrem Pflegling und den beiden angenehmen jun-gen Männern, welche der Zufall ihnen als Reisegefährten zuge-sührt hatte, nicht sorgfältig genug bewacht habe. Nach einer kur-zen Pause des Nachsinnens kam sie wieder auf den Gegenstand desabgebrochenen Gesprächs zurück.
„6e ülonsiour voäxe, est-il riäioule?"
„Neber diesen Punkt wenigstens, meine theure Mademoisellekann kein Jrrthum obwalten. Und doch behauptet Vetter Jack steifund fest, er werde den Unsinn, den wir mitanhören mußten, seinenLesern als Ansichten über Europa auftischen, die ihrer vollsten Be-achtung würdig sehen."
„6e oonte cku rvi! mais e'est trop kort!"