in diesem Theile des Oceans die vorherrschenden Winde aus Nord-osten kommen; aber eS war nicht leicht, ein Schiff unter einemForksegel, dem einzigen regelmäßigen Segel, das noch an seinerStelle stand, so weit zu bringen. Allerdings standen ihm einigeder gewöhnlichen Matrosen-AnSknnflSmittel zu Gebot, und die Mann-schaft wurde augenblicklich in Thätigkeit gesetzt, um sie in Anwen-dung zu bringen; da jedoch die Hauptmasten so nahe an denDecken abgeknackt waren, so wurde es ungemein schwer, Noth-masten auszurichtcn.
Etwas mußte übrigens versucht werden. Man holte daherdie ledigen Spieren heraus und begann die geeigneten Vorberei-tungen, um sie an ihre Plätze zu setzen und so gut anfzutackeln,als es die Umstände erlauben wollten. Sobald die See niederging und die Stätigkeit.des Schiffes eS zuücß, gelang es Mr. Leach,im Vorderschiffe einen durstigen Nolhbehelf für ein unteres Prall-segel und eine Art Stagsegel anzubringen. Vermittelst dieses wei-teren Tuchs ließ sich der Schiffsschnabel südlich stellen, währendder Wind leicht aus Westen kam. Gegen Mittag hatte sich derWellenschlag sehr gemindert; aber sie legten eben in drei Stundeneine einzige Seemeile zurück — eine trübselige Aussicht für Leute,die einen so langen Weg vor sich hatten und sich in der Näheeiner Küste befanden, welcher der Ruf nichts weniger, als Gast-freundlichkeit nachrühmte. Es verbreitete sich daher allgemeine Freudeauf dem Montauk, als gegen Abend der Ruf: „Segel ho!" erscholl.
Das fremde Schiff ließ sich in Südosten blicken und steuerteauf einem Kurse, der eS ganz nahe in ihre eigene Fahrstraße brin-gen mußte, denn der Montauk lief damals quer durch die See.Der Wind war übrigens so leicht, daß Kapitän Truck seine Ansichtdahin abgab, sie würden den Fremden vor Einbruch der Nachtnicht ausprechen können.
„Wenn ihn die Küste nicht aufgegriffen hat, muß jener flun-kernde Gentleman, der mit seinem leichten Tuche weit besseres Glück