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21 (1845) Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman
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Ich meine nicht eben dies, Ma'am; aber wäre mir lieb,noch ein Geheimniß mit Ench z» haben, das ganz mir angehörte.Ich ehre und schätze Mamnierselle, denn sie hat tausendmal mehrfür Euch gethan, als eine arme unwissende Person, wie ich bin, mitallem ihrem Eifer je konnte; aber dennoch glaube ich. Miß Eva,daß,ich sogar Euer Schuhband mehr liebe, als sie Eure reine undschöne Seele liebt."

Mademoiselle Viefvills ist ein vortreffliches Frauenzimmerund, wie ich überzeugt bin, mir aufrichtig zugethan."

Es würde schlecht von ihr sehn, wenn es anders wäre. IhrerAnhänglichkeit an Euch will ich keinen Abbruch thun, sondern blossagen, daß sie nichts ist, nichts sehn kann und nichts sehn wird inVergleichung mit der, welche die Person zu Euch trägt, die Euchzuerst in ihren Armen hielt und stets in ihrem Herzen bewahrt.Mamnierselle kann in einer Nacht, wie diese ist, schlafen, und die»könnte sie doch wahrhaftig nicht thun, wenn sie so besorgt um Euchwäre, wie ich."

Eva wußte, daß Eifersucht auf Mademoiselle Viefville NannySgrößte Schwäche war; sie zog daher die alte Dienerin an sich,schlang den Arm um ihren Nacken und beklagte sich über Schläf-rigkeit. Ans Wachen gewöhnt und in der That außer Stande,zu schlafen, verbrachte nun Nanny eine überglückliche Stunde da-mit, daß sie ihr Kind, welches buchstäblich an ihrer Brust einschlief,in den Armen hielt; dann schlich sie sich nach ihrer Berth hinunter,legte sich angekleivet darauf nieder und verlor zuletzt das Bewußt-sehn ihrer Besorgnisse in einem unruhigen Schlummer.

Am anderen Morgen früh wurden alle Kajütcninsaffen durcheinen Schrei auf dem Decke geweckt. Es war noch kaum licht,aber eine allgemeine Aufregung bemächtigte sich sämmtlicher Passa-giere, und ehe zehn Minuten entwichen waren, erschienen Eva undihre Gouvernante als Letzte von denen, welche aus ihren Gemä-chern heraufgeeilt waren, in dem Sturmhäuschen. ES wurden