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21 (1845) Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman
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meine Erleichterung ihrer physischen Leiden ein, obgleich sie vonBesorgnissen begleitet war, welche ihnen kaum gestatteten, des Wech-sels froh zu werden. Um Mittag desselben Tages tobte der Windmit solcher Macht, und die Wogen stürzten mit so furchtbarer Ge-walt auf die Schiffsbuge nieder, daß es zweifelhaft wurde, ob dasFahrzeug räthlicherweise länger in seiner gegenwärtigen Lage bleibenkonnte. Mchreremal im Laufe deS Morgens halte die Gewalt derWogen die Buge seitwärts gelegt, und ehe das Schiff seine Lagewieder gewinnen konnte, brach die nächste Welle gegen die Breit-seite los und überfluthete die Decken. Diese Gefahr ist dem Bei-liegen in einem Sturme eigenthümlich, denn wenn das Schiff inden Wellentrog kömmt, und in dieser Lage von einer ungewöhnlichgroßen Woge erreicht wird, so ist einmal zu befürchten, daß dasSchiff ganz auf die Seite geworfen werde, uud dann, daß das querhereinstürzende Wasser Alles von den Decken wegschwemme. Werdie See nicht kennt, hat keinen Begriff von der Gewalt des wilden,von einem Sturm dahin gejagten Elements und wird daher oft inStaunen versetzt, wenn er in den Berichten über das, was Schiffedurchgemacht haben, eine Schilderung der geschehenen Beschädi-gungen liest. Die Erfahrung zeigt übrigens, daß Boote, Sturm-Häuschen, Kanonen, Anker von ungeheurem Gewicht, Bollwerkeund Planken oft in dieser Weise ins Meer gefegt oder doch vonihren starken Klammern loSgeriffen werden.

Das Beiliegen gewährt jedoch, so lange es möglich ist, einendoppelten Bortheil, denn es bietet den stärksten Theil des Schiffesdem Stoße der Wellen dar und hat noch außerdem das Gute, daßman so nahe als möglich die gewünschte Richtung beibehalten kann.Freilich ist eS nur ein mittelmäßiger Nothbehelf, dessen man sich Sicher-heitshalber bedient, wenn man nicht lensen kann; auch muß manjedenfalls zu dem Letzteren übergehen, wenn ein Sturm so schwerist, daß das Beiliegen an sich gefährlich wird. In nichts könnendie Eigenschaften eines Schiffes so durchaus erprobt werden, als