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21 (1845) Die Heimkehr, oder die Verfolgung : ein See-Roman
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Mann. Er kennt Euch wahrscheinlich, obgleich ich mich dessennicht rühmen kann."

Pauls Anllitz glühte wie Feuer, und er haschte fast nach Aihem.Mr. Esfingham, der Mitleid mit seiner Noth hatte, lächelte freund-lich und wollte sich eben weiter begeben, als er seine Hand kon-vulsivisch von denen des jungen Mannes ergriffen fühlte.

Verlaßt mich noch nicht, Mr. Esfingham, ich bitte Euch,"sagte er hastig.Ich höre so selten Worte des Vertrauens oderauch nur wohlwollender Theilnahme, daß mir die Eurigen über dieMaßen schätzbar find. Ich habe mich durch die in'S Blaue ge-schickten Bemerkungen jenes wohlmeinenden, aber unüberlegten Man-nes verwirren lassen; indeß werde ich in einem Augenblick wiedergefaßter männlicher weniger Eurer Beachtung und Eure»Mitleids unwürdig seyn."

Mitleid ist ein Wort, das ich nie in Verbindung mit Mr.BluntS Persönlichkeit, Charactcr, Kenntnissen oder wie ich hoffeäußerer Lage hätte bringen mögen, und es ist mein aufrichtigerWunsch, daß Ihr mich nicht der Ungebühr zeihen möget. Ichhabe eine Theilnahme für Euch gefühlt, junger Mann, die ichgegen die Meisten meines Geschlechts längst in mir erstorben wähnte,und hoffe, daß dies einigermaßen die Freiheit, welche ich mir zunehmen erlaubte, entschuldigen wird. Vielleicht lag der Grund inmeiner Vermuthung, daß es Euch daran gelegen sey, die guteMeinung meiner kleinen Muhme zu gewinnen."

Ihr habt in der That meinen sehnlichsten Wunsch richtiggedeutet, Sir, denn wer könnte gleichgiltig seyn gegen die guteMeinung eines so einfachen und doch so gebildeten Wesens, indessen Seele Natur und Talente um die Oberhand zu kämpfenscheinen? Wie wenig, Mr. Esfingham, findet sich in ihr einerseitsvon der kalten Gezwungenheit und Herzlosigkeit Europa'S und ande-rerseits von dem ungezügelten Jugendmulhe der amerikanischen Mäd-