Luft in Mitten einer solchen Scene wilder Aufregung. Sogar dasSchiff trug dazu bei, in dem Gemälde den Eindruck gespannterErwartung zu erhöhen; denn es schien unter dem eingezogeuenTuche ganz und gar den Instinkt verloren zu haben, der es kürz-lich über die bahnlosej Fläche hinleitete, und stampfte fast hoff-nungslos in dem wirren Wogenspiele. Dennoch bot es einen schö-nen und großartigen Anblick — vielleicht in diesem Augenblickemehr, als in jedem andern, da seine gewaltigen nackten Spieren,die wohlbefestigten Stengen und das ganze sinnreich verschlungeneTackelwerk der Maschine an einen sehnigen, riesenmäßigen Gladiatorerinnerte, der in Erwartung des bevorstehenden Kampfes auf derAren» hin und her schreitet.
„Dies ist eine außerordentliche Scene," sagte Eva sich an denArm ihres Vaters anklammernd, während sie in scheuer Bewunde-rung umherblickte — „eine furchtbare Schaustellung des Erhabenenin der Natur."
„Obgleich ich schon viel zur See gereist bin," entgegnet«Mr. Blunt, „habe ich doch diesen verhängnißvollen Wechsel erstzweimal geschaut; indeß scheint mir das gegenwärtige Schauspielgroßartiger zu seyn, als Alles, was ich früher erlebte."
„Sind stets Stürme darauf gefolgt?" fragte der ängst-liche Vater.
- „Das eine Mal kam es zu einer furchtbaren Bö, währenddas andere Mal die drohenden Vorzeichen dahin schwanden, wieein Unglück, das wir in der Nähe schauen, obschon wir seinemEinflüsse entkommen dürfen."
„Ich weiß nicht, ob ich wünschen kann, daß es uns diesmalganz so gut ergehen möchte," entgegnete Eva; „denn der Anblickdes erst sich hebenden Oceans ist zu großartig, als das ich nichtein Verlangen tragen sollte, ihn in seinem Toben zu sehen."
„Wir sind weder in der Breite der Orkane, noch stehen wirin den Monaten, in welchen sie zu wüthen pflegen," nahm der