aufruft, den tapferen Männern täglich und stündlich zu danken, welche,als die Tage der Heimsuchung die Seele» bedrängten, im Feldlagerwie in den RalhSversammlungen der Nation vorne standen."
John Esfingham warf Eva einen Blick zu, welcher ihr zu be-deuten schien, daß sic der unternommenen Aufgabe nicht gewachsensey, zugleich aber ihr Beistand versprach, im Falle sie denselbenwünschen sollte — eine Bedingung, auf welche die junge Dame inderselben stummen, aber ausdrucksvollen Weise mit Freude» einging.
„Alles dies ist meinem jungen Väschen gebührendermaßen be-wußt, Mr. Dodge," sagte er, um der Sache eine andere Wendungzu geben, „obschon sie — und ich muß gestehen, daß es mir ebensoergeht, — nicht ganz klar erfassen kann, was unter der Freiheitverstanden wird, über die man in unseren Tagen so viel sprichtund schreibt. Erlaubt mir die Frage, ob Ihr mit dem Ausdruckeden Begriff von einer vollkommenen Unabhängigkeit des Denkens,des Handelns und der Rechte verbindet?"
„Gleiche Gesetze, gleiche Rechte, Gleichheit in jedem Betracht,und reine, abstracto, unqualifizirte Freiheit ohne alle Frage, Sir."
„Wie — die Macht des Starken, den Schwachen zu schlagenund ihm das Brod vor dem Munde wegzunehmen?"
„Keineswegs, Sir; der Himmel verhüte, daß ich einer solchenLehre das Wort rede! Der Begriff umfaßt vollkommene Freiheit— keine Könige, keine Aristokraten, keine ausschließlichen Vorrechte —kurz, ein Mensch ist so gut wie der andere."
„Ähr sehd also der Ansicht, unter Eurem System sey ein Menschso gut wie der andere, Mr. Dodge?"
„Der ungualisizirten Ansicht, Sir; ich bin erstaunt, wie einGentleman von Eurer Bildung in einem Zeitalter, wie das unsrige,eine derartige Frage stellen kann."
„Wenn der Eine so gut ist, wie der Andere," ergriff Mr.Blunt das Mort, welcher bemerkte, daß John Esfingham sich aufdie Lippe biß und damit andeutete, daß etwas Beißendes folgen