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abziigeben; auch traf ich nie mit Jemand zusammen, der ihn zukennen schien. Ich sah ihn zum erstenmal in Deutschland, wo ersich in der besten Gesellschaft bewegte; aber auch hier war Niemandmit seiner Geschichte bekannt. Er machte Figur und benahm sichmit der größten Unbefangenheit; auch redet er mehrere Sprachenfast so gut, wie die Eingeborenen der betreffenden Länder und warüberhaupt ein Gegenstand der Neugierde für alle diejenigen, welcheMuße hatten, auch noch an etwas Anderes, als an ihre Zerstreuun-gen und Thorheiten zu denken."
Mr. Sharp hörte mit sichtlicher Angelegcntlichkeit der schönenSprecherin zu, die in seinen Augen wohl das lebhafte Interesse,welches er an ihrer Schilderung nahm, entdeckt haben müßte, wennsie die ihrigen nicht zu Boden geschlagen hätte. Vielleicht übtedas Gefühl, welches alledem zu Grunde lag, gewissermaßen einenEinfluß auf seine Antwort.
„Also in jedem Betracht ein bewunderungswürdiger Crichton."
„Das will ich eben nicht behaupten, obschon soviel gewiß ist,daß er große Sprachenkunde besitzt. Mein eigenes, unstetes Lebenhat mich mit einigen Zungen bekannt gemacht, und ich versichereEuch, dieser Gentleman spricht drei oder vier mit säst gleicher Fer-tigkeit und ohne merklichen Fremdcnaccent. Ich erinnere mich, daßihn zu Wien Viele sogar für einen Deutschen hielten."
„Wie — mit dem Namen Blunt?"
Eva lächelte, und ihre Heiterkeit entging dem jungen Gentle-man nicht, der stumm jeden Ausdruck ihrer wechselnden Züge beob-achtete, als wolle er ihre Gedanken lesen.
„Namen bedeuten nichts in diesen wanderlustigen Zeiten," ent-gegnete die junge Dame. „Ihr dürft Euch nur ein von hinzu-denken, und dann geht er in Dresden oder Berlin. Von Blunt —der hochgeborene Graf von Blunt, Hofrath; oder wennIhr lieber wollt — Geheimer Nath mit Ercellenz undEuren Gnaden."