17
^erarbeiteten und in dem Tackelwerk umherstogen, wie lustige Vöglcinin der Krone eines Baumes von Zweig zu Zweig stattern. Der Gegen-stand aller dieser Witzeleien blieb jedoch in tiefer, um nicht zu sagen —glücklicher Unwissenheit über das Aufsehen, das er erregt hatte,denn er war zur Zeit damit beschäftigt, die Dresdner Pfeife, dievenetianische Kette und die römische Couch iglia in seinem Staats-gemach unterzubringen, zugleich aber, wie er sich ausdrückte, mitseinem Zimmergenossen, Sir George Templemore „ein« Bekanntschaftzu instituireu"!
„Zuverläßig muß noch bessere Reisegesellschaft kommen, alsdiese," nahm Mr. Effingham bas Wort, „denn ich bemerkte, daßzwei von den Staatsgemächern in der großen Kajüte einzeln ge-nommen wurden."
Damit der Leser dieß verstehe, wird eS hier am Ort sein, aus-einanderzusetzen, daß die Packetschiffe.in jedem StaatSzimmer zweiSchlafstellen haben; wer aber ertra zahlt, kann ein Gemach einzelnerhalten. Es ist kaum nöthig, beizufügen, daß Leute von Bildung,wenn anders die Umstände es erlauben, lieber in andern Dingensparen, um den Monat, der gewöhnlich aus die Fahrt verwendetwerden muß, für sich selbst leben zu können; denn in nichts sprichtsich die Bildung mehr aus, als in der Zurückhaltung, mit welcherman die persönlichen Gewohnheiten den Blicken Anderer entzieht.
„ES fehlt nicht an gemeinen Dummköpfen, die sich mit vollenTaschen auf den Weg mache»," entgegnete John Effingham. „Diebeiden Gemächer, von denen Ihr sprecht, können eben so gut von„Jährlingskälbern" gemiethet sehn, die wenig besser sind, als derweise Fant von einem halben Jahre, der eben an uns vorbei kam.«
„Wenigstens spricht sich darin etwas von dem aus, VetterJack, was ein Gentleman wünschen kann."
„Etwas ist es allerdings, Eva; aber zuletzt ists ein leererWunsch oder gar eine Carrikatur."
Dl« Heimkehr.
2