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Du mußt in diesem Lande sowohl, als an dieser Küste viel gesehenhaben, was der Bewunderung würdig ist."
Eva Efstngham blickte einem Moment in das Auge ihres Va-ters und setzte, weil sie bemerkte, daß er im Scherze sprach, ohnedaß eine Wolke ein Antlitz beschattete, das in seinen Empfindungenso viel zu wechseln pflegte — die Unterhaltung fort, welche in derThat erst durch die oben erwähnte Bemerkung ausgenommen wor-den war.
„Ich habe meine Erziehung, wie man es nennt, aus so vielenOrten und Ländern zusammengeholt," cntgegnete Eva lächelnd, „daßes mir bisweilen vorkömmt, ich sey zu einem Weibe geboren, wiemeine große Stammmutter und Namensschwester, die Mutter Abels.Wenn ein Lehrer-Congreß, aus allen Nationen zusammengelesen,jemand über Vorurtheile erheben kann, so darf ich zuverlässig be-haupten, daß ich mich dieses Vortheils erfreue; nur fürchte ich,daß ich in meinem Bemühen, meine Ansichten liberal zu bilden,außer diesem Zwecke nicht viel weiter erreicht habe."
Mr. Essingham blickte voll väterlicher Zärtlichkeit, in welchesich augenscheinlich auch väterlicher Stolz mischte, auf das Antlitzseiner Tochter und erwiederte in der Augensprache, ohne daß dieZunge dem Gefühle Laut gab: „dies ist eine Besorgniß, liebes Kind,die Niemand mit Dir thcilcn wird."
„Ja, wohl haben zu diesem Congreß alle Nationen beigctragen,"murmelte eine andere Stimme in der Nähe des Vaters und derTochter. „In der Musik haben Euch sieben Lehrer aus ebenso vielenverschiedenen Staaten unterrichtet; dazu kömmt noch besonders die letzteFeile auf der Guitarre von einem Spanier, Griechisch von einem Deut-schen, die lebenden Sprachen von den besten europäischen Lehrern,Philosophie durch Anschauung der Welt — und nun Ihr den Kopfvoll Gelehrsamkeit, die Finger voll Griffe, die Augen voll Tintenund auch eine recht ammnthige Figur habt, nimmt Euch Euer Vater