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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Ende zu bringen, nach, und so wurden mehrere Gläser in einer Artfinsteren Trotzes geleert, ohne daß beiderseits nur eine Sylbe ver-lautete. Ju dieser Klemme wandte der Graf seine schwimmendenAugen nach seinem Diener um, der unbestimmten Hoffnung Raumgebend, diejenigen, welche bei gewöhnlichen Anlässen so treu anihm hingen, könnten ihm auch in dem gegenwärtigen verzweifeltenNothstande beispringcn.

Der junge Berchthold Hintermayer stand in der Nähe seinesGebieters und harrte achtungsvoll seiner Befehle, denn die Ge-wohnheit hatte ihn gehindert, fich ohne Weisung zu entfernen. DieZecher hatten genug über ihren seltsamen Wettstreit fallen lassen,um den Jüngling in das Geheimniß seines Zweckes einzuweihen.Er verstand augenscheinlich die stumme Berufung seines Herrn undtrat heran, um das Amt des Schenken zu übernehmen, der aller-dings wohl eines Stellvertreters bedurfte, weil er fich zu eifrig dasBeispiel derer am Tische zum Muster genommen hatte, um längerim Stande zu seyn, fich seiner Obliegenheiten mit Anstand zu entledigen.

W>nn sich der hochwürdige Herr Abt die Kurzweil nehmenwollte," begann Berchthold, als er den Wein eingoß,jene Ketzereiein wenig näher zu beleuchten, so könnte er das Werkzeug werden,eine zweifelnde Seele zu retten. Ich bekenne unverhohlen, daß ichnicht nur einen, sondern viele Gründe sehe, in den Glauben meinerBäter Mißtrauen zu setzen."

Dies war ein Angriff auf die schwächste, wo nicht die einzigeverwundbare Seite des Abts.

Das sollst Du mir büßen, kecker Bursche!" rief er, indem ermit der geballten Faust auf den Tisch schlug.Du birgst Ketzereiin Deinem Innern, Du unreifer, jämmerlicher Bekrittler einer aposto-lischen Sendung! Schon gut schon gut Dein unverschämtesZugeständniß soll nicht in Vergessenheit kommen."

Emich drückte seinen Dank durch eine Geberde aus, denn der