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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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-iänm ist ein Heiliger gegen eure Heiligsten, und sein gutesSchwerdt"

Mit diesen Worten unterlag der Ritter von Rhodus, denn erverlor mitten in einer lebhaften Gcberde das Gleichgewicht und pur-zelte geradezu unter den Tisch. Ein spöttisches Lächeln überflog dasGesicht des Abts, als er einen seiner Gegner stürzen sah; Emichaber furchte verächtlich die Stirne über die unedle Schaustellungseines Vetters, der, weil er nicht mehr aufzustehen vermochte, sichdarein ergab, auf dem Platze cinzuschlafen, wo er gefallen war.

>,Schlucke Deinen Rheinwein, Mönch, und zähle nicht aufden geringen Vvrtheil, den Du in der Niederlage dieses plauder-haften Thoren gewonnen hast," sprach der Wirth, dessen Ton immergrämlicher wurde, je näher die CristS herankam.Doch um aufeinen passenderen Gegenstand zu kommen Berchthold ist seinesHerrn würdig und trotz seiner Jugend ein Bursche, der von einerSache denkt, wie sie erscheint. Du weißt, wir können DeineBeichtstühle aus verschiedenen Gründen verlasse». Da ist z. B.der Mönch von Erfurt ha, was hältst Du von seiner neuenLehre und der Art, wie er die Gläubigen an den Altar kommenheißt? Ihr habt ihn zu Rom, zu Worms und in vielen eurenConcilien gehabt, und doch steht der ehrliche Mann fest in derguten Meinung aller Vernünftigen. Du hast doch auch schon vonLuther gehört, junger Berchthold?"

Wahrhaftig, mein Herr Graf, eS gibt nur Wenige in demJägerthal, welche nicht von diesem Namen schon vernommen hätten."

Dann stehen ste in Gefahr, der verdammungSwürdigstcn Ketzereianheim zu fallen!" unterbrach ihn Bonifacius mit einer Donner-stimme.Warum schwatzest Du mir von diesem Erfurter Faselervor, Graf Emich, wenn nicht im Geheim Deine Gebete dahingerichtet sind, daß seine rebellischen Wünsche auf Kosten der KircheFortgang haben möchten? Aber wir wollen Dich aus'S Kerbholznehmen, pflichtvergessener Graf, damit wir Dir derartige kitzelnde