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„Es ist Berchthold, der Förster Eurer Gnaden. Ich wurde auf-gesordert, Eurem Befehle gemäß vor Euch zu erscheinen, edler Graf."
„Du bist eben in rechter Zeit gekommen, um Frieden zu stiftenzwischen einem geschworenen Ritter von RhoduS und einem ge-schwätzigen Mönche von Limburg. Der hochwürdige Herr Abt hatde» Wunsch geäußert, Dich zu sehen, Junge."
Berchthold verbeugte sich achtungsvoll und wandte sich an denPrälaten.
„Du bist wohl die Waise unseres alten Lehensmannes, der DeinenNamen trug und unter den Bürgern Dürkheims in guter Achtung stand."
„Ich bin der Sohn dessen, den Euer Hochwürden meint, mußübrigens in Abrede ziehen, daß er je der Lehensmann eines Lim-burgers war."
„Brav geantwortet, Junge," rief Emich, mit seiner Faust ausden Tisch schlagend, daß Alles darauf in Trümmer zu gehendrohte — „ja, und wie eS einem Dienstmann Deines Herrn ge-bührt! — Hast Du genug, Vater Bonifacius, oder willst Du denBurschen noch schärfer aus dem Gewissen fragen?"
„Der junge Mensch ist dazu erzogen, seine gegenwärtige ge-mächliche Lage zu schätzen," versetzte der Abt, indem er sich an-stellte, als betrachte er die Schadenfreude des Grafen und denMangel an Achtung von Seiten des Försters nur mit Gleichgül-tigkeit. „Wenn er das nächstemal in unseren Beichtstuhl kommt,wird sich Gelegenheit geben, ihn eines Anderen zu belehren."
„Gott verhüte, daß diese Stunde je komme. Wir sind halbund halb Willens, in unseren Sünden fortzuleben und es in diesenunruhigen Zeiten mit dem Soldatengeschicke zu versuchen, welchesstets dem Auge einen plötzlichen Tod vergegenwärtigt, ohne daßman dafür den Paß der Kirche einholen könnte. Wir haben unsschon so ziemlich darauf gefaßt gemacht — ist'S nicht so, wackererBerchthold?" —
Der Jüngling verbeugte sich achtungsvoll, ohne jedoch zu ant-