aus Jakob Balde's Gedichten. u65
Friede knüpfet die HerZeN, indeß er die Schläfe
mit Blumen
Umwindet, und den Kuß der Liebe weiht.Schaut sein weißes Gespann! Ein Amor lenket
den Zügel;
Das keusche Eher der Hul dgöttinnen scherztRingsum den Triumphator, und streut vom glän-zenden Wagen
Mit vollen.Händen Ros' und Lilien.
Mu leib er hämmert nicht mehr in Actna'sSchlunde dem Mavors;
Dianen und der Ceres schmiedet erNützliche Waffen, den Pflug, die Hacke, den blin-kenden Iagdspieß;
Es wandeln Helm und Schwert sich gern in sie.Faunen besuchen die Stadt; sie bringen die Gabe
des Waldes;
Pomona tragt am Arm den vollen Korb,Nymphen pflückten im Tanz der Wiese Blumen
und knüpfen
Im Spiele sie zum Braut- «nd Hochzeitkranz.
Festlich geschmückct stehn die Penaten; sie laden
den Gastfreund,
Den Nachbar an den traulichen Kamin.Hesperus sieht den fröhlichen Kreis, und winket
ihm Segen,
Und grüßt ihn öfters noch als Morgenstern.Evius schlingt die Rebe nicht um den schattigen
Ulmbaum
Allein; durch Dorn und Hecken zieht er sie,Hier an der Mauer, und dort zum Fenster hinüber;
er suchet