aus Jakob Balde's Gedichten.
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Fünfzehn goldene Jahre, die wir zusammen gelebct,
Ohne Gezänk und Groll,
Wie goldne Tage schwanden sie.
Folgsam, wie die Sabinerinnen, ist meine
Geliebte;
Frag' ich, antwortet sie mir;
Und nicht unwillig schweiget sie.
Meine Echo; sic spricht, wie ich empfinde. De»
zarten,
Jcho den helleren Ton
Des Herzens gibt sie mir zurück,
Zürnet auch nicht, wenn ich ihr zuweilen nahe mit
Unmuth;
Zürnender Liebe Gewalt
Entgegen kämpft sie freudiger.
Ist gelehrter als Sappho, jedoch auch keuscher.
Sie labet
Jeden geselligen GastMit Anmuth, die sein Herz begehrt.
Eine Penelope sie; auch unter Schaaren der
Freier
Bleibt sie dem Manne getreu,
Und hat für Jeden ihre List.
Aber was allen Glauben besiegt, sie kostet de!«
Mann nichts,
Lebet vom Acthcr der Luft,
Und liebet weder Pracht noch Mahl.