2(il
aus Jakob Balde's Gedichten.
Seine Triumphe hatte der ThyrsusIhm erfochten. Er kam mit Kränzen von duften-dem Weinlaub,
Nicht geschmückt mit dem traurigen Lorbeer.Hinter ihm flössen Ströme von Wein, statt bluti-ger Ströme;
Um ihn sangen Manaden und Nymphen,
Und der Satyren Eher. Er bot den goldenen Becher
Seines Getränks dem fröhlichen Vater,
Der den Nektar dafür verschmähte. Desgleichen die
Götter
Tranken und sangen und dankten ihm alle,
Für den labenden Trank, womit er die Menschen
beseligt. —
Unvcrmuthet erschollen die PfortenVon unbändigem Lärm. Es hatten die Riesen den
Ossa
Hoch auf Pelions Gipfel gethürmct,
Und erstiegen die Burg. In Gestalt des brüllenden
Löwen
Warf sich ihnen entgegen Jacchus.
Pallas griff nach dem Helm und dem Speer;
der Vater der Götter
Nach dem flammenden Blitz, und bemerkte,Mavors fehle. (Der grausame Gott, der Jammer
und Blut liebt,
Neidend Dionysus schönere Siege,
Wohnete seinem Triumphe nicht bei.) „Auf! eile
zu Mavors!"
Sprach zum Füßegeflügclten Sohne,
Aevs. „Er komme zum Streit! und Dich begleite
Diana."