Dir, meines Lebens sanfte Regiererin,
Des zweiten Lebens fröhliche Hoffnung, DirO Göttin, ward ich eigen; gönneGönne mir also, eh dies mein Auge
Sich brechend schließet, Thränen in süßem Schmerz,Die meine Schulden tief in den Abgrund hinVerschwommen; dann o zarte Jungfrau,
Ende mit gleitendem sanftem Finger
Den Faden. Keine, keine der Parzen trenntWie Du ihn leise. Möge des Lebens BornAus meinem Herzen, wie ein BächleinIn das unendliche Weltmeer rinnen,
Ins Meer der Ewigkeiten. O ebne mirDie dunkeln Pfade, die ich da wandern muß,
Und bette meinen Leib im SchlummerUnter die Erde. — Geloben mögen
Dir Andre große Gaben; ich sinke selbst,
Ein willig Opfer, Lorbeer - umkranzet, ringsMit Tanten die Stirn umwunden,
Schweigend danieder vor deinem Altar.