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Lyrische Gedichte.
Da schallt kein Kriegshorn, keine Trommet' ertönt;
Trabant und Büttel rusen dich zu GerichtUnd Hofe nicht. Die schöne Aue
Ist dir ein Hof, und der Hain die Welt dir.
In Baumes Schatten breitet ein weiches Bett
Der Rasen; ringsum wölben die Zweige sichZum grünen Vorhang', und die hci'igeMurmelnde Quelle zu deinem Haupte,
Sie fübrt den Schlummer leis' und gesund herbei.
Die Erde zollt dir küblende Beeren, MilchDie Heerde, die Sylvan, dein Schutzgott,
Gütig beschützet und mächtig leitet.
Kaum glanzt im Thau der goldene Morgcnstrahl
So eilt hinaus die Heerde. Mit jungem MuthBegleitet sie der Hirt, und grüßetSeine Gefilde mit neuen Tönen.
Und steigt die Sonne; siche, da badet sie
Ein frischer Strom; der zitternden Mutter bringtDer Hirt das junge Lamm. IndessenHeben sich lauter die Abendlüfte;
Die Bäume sprechen; grüßet die Erle nicht
Dort ihre Schwester Erle? Die Eiche dortDie Mutter Eiche? sanft gebogenLispeln vertraulich sie zu einander.
Die Vögel alle singen in Hellem Streit;
Das Töchtcrchen versuchet den neuen Ton,
Den früh im Nest ihm seine MutterLehrete, jetzt in dem Hain-Theater.