Lyrische Gedichte.' 3?
Die alten Münzen.
Die Nömermünze, die man in Grüften fand,
Das Griechen - Geldstück, das in der Trümmer dumpfAufklang, gefallet dir; es freu'n dichAlte Tyrannen, vom Rost benaget.
„So, sprichst du, wandte Nero den FlammerMck!
An diesen Zügen kennet man HadrianUnd Titus. Jener Ochs mit HörnernZeigt Julian und das Beil den PhocaS?*
Wie prächtig steht dem Golde die wilde Pracht,
Dem Herrscher-Antlitz drohend hinzngepragt!
Der rostge Lorbeer und der Adlerlieber dem Stabe dem Weltbezwinger.
Vier Roße lenket Nerva, der Sieger, hier.
Der Triumphator sitzet und höret stolzDes Volkes Freudenspott. Der Dacer-Gehet gefangen einher und traurig. —
So sab ich neulich, edler Brcvanus, viel
Der Bilder mit dir; aber bei allen hört'
Ich Dich nur, Dich! des alten CatoUnd des Boethius weise Rede
Erklang aus Deinem Munde. Der Fabier
Und Gracchen Tugend wohnet in Deiner Brust,Die uns des ganzen AlterthumesHeiliger Tempel und Weisheitschatz ist.