musterte mit tadelndem Blicke die Versammlung, welche zugleichin laute Bewunderung über die Kühnheit des Pawnee's ausbrach,und sich auf's Neue der Hoffnung überließ, Rache an ihm zunehmen: hierauf redete er abermals sein angenommenes Kind an,als könne er von seinem Vorschläge nicht abstehen.
„Es ist gut," sagte er: „das sind die Worte, die ein Tapfererbrauchen soll, damit die Krieger sein Herz sehen können. Es gabeinmal einen Tag, wo Le Balafrü's Stimme am lautesten erschollunter den Wohnungen der Konza's. Aber die Wurzel des weißenHaares ist Weisheit. Mein Sohn wird den Tetons zeigen, daßer tapfer ist, indem er ihre Feinde schlagt. Männer der Dahco-tahs, dieß ist mein Sohn!"
Der Pawnee zauderte einen Augenblick; dann, gerade vor denHäuptling hintretend, ergriff er seine harte und runzlige Hand,und legte sie mit Ehrfurcht ans sein Haupt, als wolle er dadurchseine ganze Verpflichtung andenten. Dann aber, einen Schrittznrücktretend, erhob er seine Gestalt wieder zu ihrer größten Höhe,und blickte ans die ihn umgebende feindliche Bande mit kühner,verächtlicher Miene, indem er dabei laut in der Sprache derSioux redete:
„Hart-Herz hat auf sich geblickt von innen und außen. Erhat an Alles gedacht, was er ans den Jagden und in den Kriegengethan. Ueberall ist er derselbe. Da ist kein Wechsel. Er ist inAllem ein Pawnee. Er hat so manche Tetons erschlagen, daß ernie in ihren Wohnungen essen könnte. Seine Pfeile würden rück-wärts fliegen; die Spihe seiner Lanze würde ans dem falschenEnde haften; ihre Freunde würden weinen, so oft er sein Kriegs-geschrei erhöbe; ihre Feinde würden lachen. Kennen die Tetonseinen Loup! Nun, so mögen sie auf ihn blicken! Sein Haupt istgemalt, sein Arm ist Fleisch, aber sein Herz ist Fels. Nur als-dann, wenn die Tetons die Sonne sehen werden von den Rock»-Monntains Herkommen und hinüberziehen nach dem Lande der