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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
429
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Zug folgte dem Laufe längs des Flusses ungefähr eine Meile, unddann machte er wieder auf einer Höhe und an einem Orte, deralles Nöthige gewährte, Halt. Hier pflockte er abermals seineZelte ein, spannte die Thiere aus, trieb sie hinunter in den Grund,kurz, er machte alle üblichen Vorbereitungen, hier die Nacht zu-zubringen, und das mit derselben Ruhe und Ueberlegung, als wäredie Herausforderung, die er kaum seinen gefährlichen Nachbarnso zu sagen in die Zähne geblasen, gar nicht vorgefallen.

Indessen schritten die Tetons zu dem eigentlichen Geschäft desTages. Eine wilde Fenerlvst hatte feit dem Augenblick im Lagergeherrscht, wo es ihnen bekannt wurde, daß ihr Häuptling mitdem lange gefürchteten und gehaßten Feindeshelden znrückkehre.Stunden lang waren die hochbetagten Weiber des Stammes vonWohnung zu Wohnung umhergegangcn, um die Gemüther derKrieger so zu stimmen, daß das Mitleid keinen Anwalt fände. Zudem Einen sprachen sie von dem Sohn, dessen Schädelhaut indem Rauch einer Pawneehntte dörre. Einem Anderen zählten sieseine eigenen Narben und sein Unglück auf; einen Dritten befrag-ten sie nach seinem Verlust an Fellen und Rossen, und ein Vierterwurde durch eine bedeutungsvolle Frage über irgend eine nochfrische Begebenheit, in der er eben nur der leidende Theil gewesen,an die Vergeltung erinnert.

Durch diese Mittel waren die Männer wenigstens so weit inHarnisch gebracht, daß sie auf oben beschriebene Weise, sich ver-sammelten, obgleich es noch immer zweifelhaft blieb, wie weit siein ihrer Rache gehen würden. Die Meinungen, ob es klug sei,ihre Gefangenen hinznrichten, waren sehr getheilt, und Mahtoreehatte die Verhandlungen unterbrochen, um sich indessen zn ver-gewissern, wie weit diese Maßregel ihn seinen eigenen Absichtennäher bringen oder davon entfernen könne. Bis dahin waren dieBeraihnngen nur vorläufige zu nennen gewesen, damit jeder Häupt-ling im Voraus berechnen könne, wie viel Stimmen er wohl für