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So hatten sie ungefähr eine Stunde zurückgelegt, ohne vomersehnten Strome die geringste Spur zu entdecken. Noch immerwüthete die Flamme in einer gewissen Entfernung/ und so wie derWind kaum den ersten Rauch des Brandes zerstreut hatte, wurdeer von neuen kräuselnden Dampfwolken ersetzt, die den Gesichtskreisbeengten. Endlich blieb der alte Mann, dem es anfing, unheimlichzu werden, und von dem seine Gefährten besorgten, er möchte indiesem Qualmmeere den Weg verfehlen, plötzlich stehen, stieß seineFlinte auf den Boden, und schien Etwas, das ihm vor den Füßenlag, genau und sorgfältig zu beschauen. Middleton und die Anderenkamen ihm näher und fragten nach der Ursache des Stillstehens.
„Seht doch her," rief ihnen der Wildsteller zu, indem er aufein Pferdegerippe hinzeigte, welches halb verbrannt in einer Ver-tiefung lag/ „seht her, und macht euch einen Begriff von einemPrairiebrande. Der Boden ist hier feucht, und das Gras stundhöher als gewöhnlich. Das arme Thier ist in seinem Lager vonden Flammen erreicht worden. Ihr seht seine Knochen, die geborsteneund verbrannte Haut, die entblößten Zähne. Tausend Winter könntenein Thier nicht so weit verwittern, als das Feuer in einer Minute."
„Und dieses würde auch der Fall mit uns gewesen sein," sagteMiddleton, „wenn die Flammen uns im Schlafe überrascht hätten."
„Nein, das will ich nicht sagen; das nicht. Freilich brenntder Mensch so gut als Holz; aber da er mehr Vernunft hat, alsein Pferd, so versteht er auch besser, der Gefahr zu entgehen."
„Vielleicht war dieses auch nur ein todtes Gerippe, denn sonstwürde das Thier wohl davon gelaufen sein."
„Sieh' da die Spuren im feuchten Boden! Seht! Hier die Hufedes Pferdes, und dort der Fnßstapfe eines Mokassins, so wahr ichlebe. Der Herr des Thieres hat es sortschleppen wollen! aber derInstinkt der Pferde macht sie beim Feuer stetig und unbeweglich."
„Darin habt Ihr vollkommen recht. War aber ein Reiterda, wo ist er geblieben?"