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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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welche lange in Freundschaft und Herzensverhältniffen mit einandergelebt und durch manches Leiden und Wagen bewiesen haben, daßsie für einander gemacht waren, freistchen müßte, zu solchenZeiten, wo der Tod des Einen dem Andern wenig Lust und Liebezum Leben znrückläßt, daraus scheiden zu dürfen."

Ist es ein Indianer, den Ihr dort seht?" fragte der unge-duldige Middlcton.

Rothhaut oder Weißhaut gilt hier einerlei. Freundschaft undGewohnheit können Menschen eben so fest an einander binden inden Wäldern, wie in den Städten und in jenen vielleicht nochfester. Betrachten wir die jungen Krieger der Prairie». Wieoft sondern sie sich paarweise ab, und setzen ihr Leben den Pflichtender Freundschaft znm Pfände; was sie einander versprochen haben,halten sie ehrlich und treu- Der Todesstreich, der auf das eineHaupt fällt, ist gewöhnlich auch für das andere tödtlich. Ichhabe die meiste Zeit meines Lebens in der Einsamkeit zugebracht, wenn von einem Manne, der siebzig Jahre im tiefsten Schooßder Natur gelebt hat, wo er alle Augenblicke sein Herz vor Gottausschütten konnte, ohne sich von den Sorgen und Schlechtigkeitender Niederlassungen losmachen zu dürfen, gesagt werden kann,er lebe in der Einsamkeit. Nun ja, wenn dieses der Fall ist,so bin ich ein einsam Lebender, eine Art von Einsiedler gewesen;und dennoch habe ich stets gefunden, daß der Umgang mit meinenBekannten mir angenehm war, und daß, vorausgesetzt, daßmein Gefährte ein tüchtiger, ehrlicher Mensch gewesen, es mirwehe that, mich von ihm zu trennen. Tüchtig mußte er sein,denn ein morscher Begleiter in den Wäldern," hier warf er un-willkürlich einen Seitenblick auf den abstrakten Naturforscher,ist geeignet, einen kurzen Weg zu einem langen zu machen;ehrlich, insofern Verschlagenheit und Umschweife mehr ein In-stinkt der Thiere, als eine Eigenschaft sind, deren sich die mensch-liche Vernunft zu bedienen hat."