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zu rekognosciren, wer von den gegenüberliegenden zu Freund oderFeind gerechnet werden könne.
In diesem schwebenden Augenblick rollte Mahtoree's dunkles,drohendes Auge von einer Partei zur andern, ihre Bewegungenschnell und kühn untersuchend; dann warf er es verächtlich undtrocken auf den Alten, und sprach mit tiefem, bittern Hohn:
„Die Lang-Meffer sind Thoren! Es ist noch leichter, den Kaguarschlafend zu überfallen, als einen blinden Dahcotah zu Puden.Dachte der Graukopf auf dem Pferde eines Sioux zu reiten?"
Der Wildsteller hatte inzwischen Zeit zur Besinnung undSammlung gewonnen; schnell wieder zu sich gebracht, erklärte ersich die Sache. Middlcton nämlich war den nacheilenden Jsmaelund seinen Trupp gewahr geworden; lieber als sich der Behand-lung und Rache des Squatters auszusehen, hatte er sich der Gast-lichkeit der Wilden anvertrauen wollen. Aus eben diesem Grundebereitete der alte Jäger die Bahn zum freundschaftlichen Empfangder Seinigen, denn (dachte er) diese an sich unnatürliche Verbin-dung ist der einzige Ausweg, ihnen die Freiheit und vielleichtdas Leben zu erhalten.
„Ist mein Bruder auf den Kriegspfad gegangen gegen meinVolk?" fragte er mit ruhiger Stimme den unwilligen Häuptling,der immer darauf zu warten schien, daß Jener zuerst spräche.
Die finstere Miene des Tetons verlor in diesem Augenblick soviel von ihrer Strenge und Härte, daß ihre Wildheit sogar ineinen Zug des Triumphs und der Freude überging. Er schlug mitdem Arme einen vollständigen Kreis um sich, und gab zur Antwort:
„Wo ist der Stamm, wo ist die Nation, welche die Streicheder Dahcotahs nicht gefühlt hätte? Mahtoree ist ihr Anführer."
„Hat Mahtoree die Lang-Meffer als Weiber, oder hat er sieals Männer behinden?"
Eine Menge wilder Leidenschaften schienen, im Kampf miteinander, sich auf dem rothdraunen Angesichte des Indianers zuDie Prairie. 2V