Druckschrift 
4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
Entstehung
Seite
170
Einzelbild herunterladen
 

170

auf eine entschiedenere Wendung der von ihm vermntheten Wider-setzlichkeit seiner Söhne gewartet hatte, mit der Erklärung seinereigenen Willensmeinnng hervorznrücken.

Asa," bemerkte er kalt,soll mir für sein widerpflichtigesVerfahren büßen! Die ganze lange Nacht ist vorüber, und seinAusbleiben auf der Prairie, zu einer Zeit, wo sein Arm undseine Flinte bei einem möglichen Gefechte mit den Sioux hätteDienste leisten müssen, ist auch dann unverantwortlich, wenn eruns vor jeder Gefahr sicher gewußt hätte."

Schone deine Lunge, lieber Mann," erwiederte sein Weib,schone deine Lunge; du wirst sie vielleicht noch brauchen, undlange nach deinem Sohne rufen, ehe er Antwort gibt!"

Es ist leider eine ansgemachte Sache, daß es eine Art wei-bischer Väter gibt, die den Jungen erlaubt, die Herren über dieAlten zu spielen. Du aber, alte Esther, du solltest mich dochkennen gelernt haben, und es wissen, daß in der Familie desJsmacl Busch dergleichen nicht stattfindet."

Ach ja! Du bist ein Eisenfresser mit den Kindern, wenn esNoth thut! Das ist mir bekannt, Jsmael. Du hast, in Folgedieser Gemüthsart, einen deiner Söhne von dir gejagt, und daszu einer Zeit, wo wir ihn am »öthigsten brauchen."

Vater," sprach Abner, dessen träge Natur sich allmählig zudem Muthe hinanfgearbeitet hatte, das Schweigen zu unterbrechen,und seinem Herzen Luft zu machen,Vater, meine Brüder undich sind so ziemlich entschlossen, den Bruder Asa aufzusuchen.Wir sind unruhig über ihn; uns ist gar nicht wohl zu Muthe beider Ungewißheit, warum er diese Nacht in der Prairie znge-bracht, anstatt in seinem Bette zu liegen, wie wir Alle wissen,daß er es lieber gethan hätte."

Pah!" murmelte Abiram,der Junge hat einen Rehbock oderwohl gar einen Büffel erlegt, und ist bei dem Thiere eingeschlafen,damit es die Wölfe nicht in der Nacht wegholten. Wir werden