dieser außerordentlichen Inwohnerin des Zeltes ihnen eben sounerwartet als unbegreiflich sei. Endlich übernahm es Asa, aufdas Recht seiner Erstgeburt trotzend, und noch immer von derKampflust des kaum beseitigten Streites angeregt, zu fragen.Statt aber den Zorn seines Vaters anfznreizen, dessen wilde Na-tur, wenn sie einmal aufgeregt war, er zu oft Gelegenheit gehabt,empfindlich kennen zu lernen, nm ihn ohne Noth aufzubringen,wandte er sich an den schielenden Abiram, indem er mit höhni-schem Lächeln bemerkte:
„Dieß ist also das Thier, was Ihr in die Prairie brachtet,zum Locken! Ich weiß, Ihr seid ein Mann, der die Wahrheitselten inkommodirt, wenn sich irgend sonst wie antworten läßt;aber daß Ihr Euch je so nbcrboten hättet, das habe ich nie ge-glaubt. Die Zeitungen von Kentucky nannten Euch hundertmaleinen Händler mit schwarzem Fleisch, aber sie glaubten wohlnicht, daß Ihr auch mit weißer Waare Handel triebt."
„Wer ist ein Seelenverkäufer?" fragte Abiram mit allen An-zeichen des Ingrimms. „Muß ich Rechenschaft geben für jede Lüge,,die sie in den Staaten drucken lassen? Sieh' ans deine eigene Fa-milie, sieh' ans dich selbst, Junge. Alle Baumstümpfe in Kentuckyund Tennessee schreien gegen Euch an. Heda, mein beredter Herr,ich habe Vater und Mutter und drei Kinder, und dich drunter,angeschlagen gesehen an den Warnnngspfählen und Banmstämmeirder Niederlassungen, und Thalcr drunter zur Belohnung, genug umeinen ehrlichen Mann reich zu machen, Dem, der Euch . .
Ein heftiger Schlag mit der umgekehrten Hand auf seinenMund unterbrach ihn dergestalt, daß er schwankte, und ihm das Blutaus den unter dem heftigen Druck geschwollenen Lippen heranstrat.
„Asa!" rief der Vater, mit einem Theile jener Würde vor-tretend, mit welcher die Natur den väterlichen Charakter ein- fürallemal scheint begabt zu haben. „Du hast den Bnrder deinerMutter geschlagen."