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4 (1853) Die Prairie : eine Erzählung
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bekanntlich .ihren Schatten nach vorwärts werfen'. Die Abstufun-gen des gesellschaftlichen Lebens, von dem Stande, den man ge-bildet nennt, bis zu dem hinab, welcher sich so weit der Barbareinähert, als die Verbindung mit einem unterrichteten Volke dießzuläßt, muß man verfolgen, eben von dem Mittelpunkte jenerStaaten an, in welchen Reichthnm, Luxus und die Künste anfzu-blnhen anfangen, bis zu jenen fernen, immer weiter znrückwei-chenden Gränzen, welche, wie der dem Tagesanbruch vorher-gehende, bewegliche Nebel, den Beginn des Volkes bezeichnen.

Hier, und nur hier, findet man in weiter Ausbreitung, wiewohlnicht zahlreich, jene Menschenklasse, welche sich noch mit den Vor-vätern vergleichen läßt, die zuerst de» Weg für die geistigen Fort-schritte der Nation i» der alten Welt gebahnt haben. Die Aehn-lichkeit*) zwischen dem amerikanischen Gränzbewohner.und seinemeuropäischen Verbilde ist bemerkenswerth, wiewohl nicht überallganz übereinstimmend. Beide möchte man unbeschränkt nennen,indem der Eine über, der Andere außer dem Gesetze stand, be-herzt, weil sie in Gefahr ergraut, stolz, weil sie unabhängigwaren, und rachsüchtig, weil Jeder das ihm angethane Unrecht selbsträchen mußte. Es würde für unfern Gränzbewohner ungerecht sein,wollten wir die Vergleichung weiter ziehe». Er ist ohne Religion,weil er von seinen Vätern die Ueberzengung ererbt hat, die Reli-gion lebe nicht in Formen, und seine Vernunft sich gegen ein.Gaukelspiel sträubt, das sein Gewisse» nicht billigt. Er ist keinRitter, weil er nicht die Macht besitzt, Ehren auszntheilen, unddiese Macht fehlt ihm, weil er der Abkömmling und nicht der Vatereines Systems ist. Ans welche Art diese verschiedenen Eigenschaftenbei Solchen hervortreten, welche am eigenthümlichsten unter dieserKlasse erscheinen, wird man im Lause der folgenden Erzählung sehen.

Jsmael Busch hatte ei» ganzes Leben von mehr als fünfzigJahren an den Gränzen einer geselligen Einrichtung verbracht. Er

ÜV

D. u.