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Studien zur Kritik der Moderne
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T h e a t c r.

wecken können, ihren ganzen Wirrwar, wie sieursprünglich angelegt sind, aber dann unter heftigerenMotiven die erste Bildung verleugnen und doch gernezuletzt wieder zu ihren Anfängen kommen. Er mussalle Phasen ihrer Entwicklungsgeschichten zeigen, alletausend schwanken Widersprüche der Processe, vonwelchen sonst der alte Stil nur die letzten, festenResultate gab. Das ungelähr ist die Quintessenz derLehren, welche eine Revolution der Schauspielereiverlangen.

Es klingt ganz verständig und stimmt ziemlichmit den neuen Trieben in den andern Künsten. Schau-spieler und die Kenner der Bühne muss es reizen, unddas Experiment, auch wenn es am Ende wieder ver-lassen würde, scheint nützlich, weil es sicherlich ihreMittel vermehrt. Nur melden sich viele Zweifel undungewisse Fragen. Wird es ein heimliches Experimentder Künstler bleiben oder ist es kräftig und mit denBedürfnissen der Zeit verbündet genug, um in den Ge-schmack der Laien zu dringen? Ist es etwa nur dempreusisschen Sinne gemäss oder hat es auch über unsereandere Empfindung Gewalt? Wird es ein Stil neben denalten Stilen sein, zur Wahl für besondere Fälle, oderwird es überhaupt die ganze Tradition verdrängen ?,'

Ich glaube nicht, dass derlei mit dem Verständeaus der Sache selber zu entscheiden ist. Es, wird nachden Instincten des Geschmackes entschieden. Man musshorchen, wie die Witterung der Wünsche ist. DieBerliner Meinung, welche vorgefasst und parteiisch ist,kenne ich lange. Nun wollte ich einmal die WienerStimmung vernehmen. Ich bin herumgegangen undhabe gefragt und die Antworten verzeichnet.

Ich wollte aus jedem Fache des Geschmackes eineProbe: einen aus der alten Tradition der Burg, einenaus ihrer jungen Schule, einen von den Revolutionärenu. s. w. Aber es ist gar nicht gesagt, dass ich immer