Bildende Kunst in Oesterreich.
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„Den Ehrgeiz und Wetteifer wecken, ^Ausländerbringen, Norweger, den einen oder den anderen vonden jungen Franzosen — vielleicht wird die nächsteInternationale da helfen ..."
„Ja, wenn wir es durchsetzen könnten wie inMünchen . . .“
„Na, jetzt wissen Sie — gerade München möchteich nicht als Beispiel empfehlen. Das könnt’ Eineneher misstrauisch machen. Diese Streiterei! Undzuletzt hat jetzt keiner was. Aber das liesse sichschon vermeiden, und gerade bei der Wiener Gemüth-liclikeit, wo ja doch unter den Collegen ein wirklichreizender Ton herrscht, hätte es keine Gefahr. Uebrigensdenke ich gar nicht an solche grosse Ausstellungen,wo den einzelnen doch immer die Masse verschlingt,sondern vielmehr an kleine, intime von wenigen, diezusammengehören. Die Genossenschaft hätte jetzt Einen,der das ausgezeichnet besorgen würde: den B. i b a r z,der jetzt am Oesterreichischen Museum ist. Der hättevon seiner Pariser Zeit her die Verbindungen und denNamen und die Stellung im Auslande. Warum nütztman das nicht besser aus?“
„Es ist halt auch schwer — gerade jetzt — wassoll man den Leuten eigentlich zeigen ? Wir sind einbisschen gar zu weit zurück hinter den anderen. Sollenwir sie jetzt mühsam auf den Naturalismus dressiren,der sonst überall schon wieder überwunden ist?“
„Wissen Sie, aufrichtig gesagt, das mit der Ueber-windung — ich halte das für ein ganz falsches Schlag-wort. Natürlich, wenn einige geglaubt haben, dassder Naturalismus die ganze Kunst und dass die Kunstnichts als Naturalismus ist, das war immer thöricht..Aber der Künstler muss naturalistisch beginnen.Später, wenn er die Natur einmal hat, dann wird erfreilich aus sich selber schöpfen und durch die aus der Naturerworbenen Mittel das eigene Gefühl gestalten wollen.“