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§er Kustos an derHerr Richard
MünchnerM u t h e r
Pinakothek,schon durch
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ui fleissige, gescheidte Werke namhaft, hat
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eine „Geschichte der Malerei imneunzehnten Jahrhundert“ geschrieben, imVerlage von Gr. Hirtli. Das ist ein köstliches Buch,das man gar nicht genug rühmen, nicht genug empfehlenkann, Kennern zur Lust, Laien zur Lehre. Es nützt,klärt, verbindet, kann viele Zweifel lösen, kann rathenund führen. Sonst gibt es ja noch keine Geschichteder modernen Malerei und es gibt noch keine moderneGeschichte der Malerei. Es gibt Register mit vielenNamen, den wichtigen Daten und etwa noch einerpedantischen Schilderung der Gemälde, gute Kataloge,aber Geist und Sinn der Entwicklung fehlen. Ersthier wird die Malerei genommen, wie wir seit Taineund Brandes gewohnt sind, die Litteratur zu nehmenals Zeichen der Vie morale: im Werke wird der Künstler,im Künstler wird die Zeit gesucht und hier ist derKritiker, den Maupassant verlangte: «il faut que, sans
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