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Studien zur Kritik der Moderne
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V o m j ii 11 f>' s t o n S p n n i o n. .

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langsamen Erwachens, und wenn sie wirklich sonst garkein Talent hätten, als ihre Jugend, das allein istschon auch etwas wertli. Darum liebe ich, um welcheKunst, in welchem Lande immer es sich handle, zujeder Zeit überall die Jugend.

Aber von allen ist mir die spanische Jugend dochnoch weitaus die liebste, weil sie die jugendlichsteJugend ist, am naivsten, am ehrlichsten, am ungenir-testen jung. Die Pariser verkapseln den Cherubin baldin die skeptische Blague des Boulevards; die Skandi-navier schminken sie gern mit hamletischer Schwer-muth; und die Deutschen sind überhaupt niemalsrechtschallen jung, weil man sie schon auf der Schulezu gravitätischen Pedanten dressirt: es fehlt ihnenalles unvorhergesehene, das stolzvergnügte Hinein-tappen in die ehrliche Dummheit. Nur höchstens dieWiener können sich mit der spanischen Jugend ver-gleichen.

Die beiden haben überhaupt manches gemein. Vorallem gleich den Schauplatz: ihr Heroismus verlässtniemals das Nachtcafe. Dann die unerschöpfliche Frucht-barkeit an täglich verwegeneren Programmen, denweltentrückten Enthusiasmus und die unpraktischeRedlichkeit, die sich unfehlbar jedesmal blamirt. End-lich jene naive Vaterlandslosigkeit, die ganz zuver-sichtlich das himmelblaue Land der schönen Träumegleich hinter den Grenzen der Heimath beginnenlässt, mit der unerschütterlichen Ueberzeugung, dasses überall besser ist als daheim, weshalb auchauf der ganzen Welt niemand mehr zu beneiden istals die Minister dieser Staaten. Und auch das gehörtnoch dazu, da es in keinem Dinge jemals zur rechtenGemeinsamkeit kommt, sondern jeder für sich alleinwieder von vorne beginnt, weil es lieber gar nichtsein soll, als dass er in irgend einem Punkte einJota nachgeben würde sie halten es alle mit dem