K rit i k.
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merkwürdig, wenn wir eindringlich nach unserer Seelehinlauschen und das Erspähte dann aufrichtig gestehen,was in ihr vorgeht — irgend etwas muss doch daranfehlen: die grosse Wirkung, welche wir uns mit soviel gieriger Hoffnung versprachen, bleibt aus und amEnde — ja, langweilig, man kann es nicht anderssagen, langweilig Avird sie uns am Ende, sie auch.
Ich glaube, es mag vielleicht daher kommen, dassder allgemeine Geist, die läufige Denkweise, das üblicheVerhältniss des Menschen zur Welt, oder wie man essonst nennen will, schon Avieder anders geAvorden ist.Es kann sein, dass er jene zAveite Phase seit derRenaissance, welcher diese zweite Kritik entsprach,schon Avieder verlassen und sich in eine dritte hinüber-verwandelt hat. Dahinter, natürlich, dürfte dann dieKritik nicht Zurückbleiben; sie müsste die nämlicheEntwicklung nachholen. Anders Avüsste ich es mirnicht zu erklären. Und manche Zeichen sind dafür.
Manche Zeichen sind dafür, dass die Herrschaftder „Nur-Thatsächlichkeit“ schon vorüber ist. Dieblinde.Despotin der Dinge Avankt, und es regt sichAvieder der Mensch. Die vergötzende BeAvunderungder rauhen Wirklichkeit ist erschüttert und nach innenzu Avii'd Avieder gelauscht, was seltsam die Wünscheder Träume verkünden. Es keimt überall wie einFrühling einer neuen Romantik, und der Glaube an dasGlück, der lange verstummt Avar, treibt junge Sprossen,von denen ein wunderlich Rauschen durch alle Herzenist. Und vor der Sehnsucht Avird es Avieder helle.
Vielleicht ist es nur Trug, das letzte Flackerndes alten Wahnes. Vielleicht verlischt es gleich Avieder;und dann kommt die grosse Ruhe, die der sanfteSendling aus dem Stamm der Sakyas versprach. Aberes könnte doch auch ein aufrichtiger, standhafter Sternsein, der siegt, aus den Irrungen leuchtet und zulebendigem Frieden führt.