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2 (1846) Der Pfadfinder oder das Binnenmeer
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solcher Richter hätte jedoch de» Mann nicht verstanden. Der Pfad-finder dachte an Mabel und an die wahrscheinlichen Folgen, welchendas arme Mädchen ausgesetzt wäre, wenn ihm selbst ein Unfallbegegnete; aber dieser Gedanke statt seine gewohnte Klugheitzu ändern, schärfte eher seine geistigen Kräfte. Er war in derThat einer von denen, welche die Furcht so wenig kennen, daß siegar nicht daran denken, was andere von ihrem Benenehmen urtheilenmögen. Aber wenn er in Augenblicken der Gefahr mit der Klug-heit der Schlange handelte, so that er es auch mit der Einfalteines Kindes.

Während der ersten zehn Minuten des Angriffs erhob Pfad-finder nie den Schaft seiner Büchse von dem Boden, als wenn erseine Stellung wechselte; denn er wußte wohl, daß die feindlichenKugeln gegen die dicken Holzstämme des Werks vergeblich abge-schoffen waren; und da er bei Wegnahme der Haubitze mit thätiggewesen, so konnte er der festen Ueberzeugnng leben, daß die Wildenkeine andere Bombe besäßen, als diejenige, welche in dem genom-menen Mörser fich befunden hatte. Es war daher kein Grundvorhanden, das Feuer der Angreifenden zu fürchten, wenn nichtzufällig eine Kugel durch die Oeffnuug einer Schießscharte stog.Dieß kam ein- oder zweimal vor, aber die Kugeln waren untereinem Winkel eingedrungen, welcher sic unschädlich machte, so langesich die Indianer in der Nähe des Blockhauses hielten, und wennsie aus größerer Entfernung abgeschossen wurden, so war kaum dieMöglichkeit vorhanden, daß von Hunderten eine die Oeffnung träfe.Als aber Pfadfinder den Ton eines Moccasintrittes und das Raffelnvon Gestrüpp an dem Fuße des Gebäudes vernahm, so wurde esihm klar, daß der Versuch, Feuer an die Balken zu legen, erneuertwerden solle. Er rief daher Cap vom Dache, wo in der That keineGefahr mehr zu befürchten war, und forderte ihn auf, sich mitseinem Wasser an einer Oeffnung, welche unmittelbar über der be-drohten Stelle lag, bereit zu halten.