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„Verheiratbet? — an wen, Bater?"
„Du kennst den Mann, den ich von dir geliebt wünsche. Dukannst zwar manche munterere und schöner gekleidete Männer treffen,aber keinen mit einem treueren Herzen und einer edleren Seele."
„Keinen, Vater?"
„Ich kenne keinen. In dieser Hinsicht wenigstens hat Pfad-finder nicht viele seines Gleichen."
„Aber ich brauche überhaupt nicht zu heirathsn. Ihr seydein einzelner Mann, und ich kann bei Euch bleiben und für EureBedürfnisse sorgen."
„Gott segne dich, Mabel! Ich weiß, du würdest das thun,und ich will nicht sagen, daß du Unrecht habest, denn ich glaubenicht, daß dieß der Fall ist. Es ist mir aber doch, als ob etwasanderes noch besser wäre."
„Was kann es Besseres geben, als seine Eltern zu ehren?"
„Es ist ebenso gut, den Gatten zu ehren, mein liebes Kind."
„Aber ich habe keinen Gatten, Vater."
„Dann nimm einen, sobald als möglich, damit du einenGatten zu ehren habest. Ich kann nicht immer leben, und wennmich die Schicksale des Krieges nicht wegraffen, so macht in Kurzemdie Natur ihre Rechte an mich geltend. Du bist jung und kannstnoch lange leben; daher bedarfst du eines männlichen Beschützers,der dich sicher durchs Lvbcn geleiten und im Alter für dich Sorgetragen kann, wie du es nun für mich thun willst."
„Und glaubt Ihr," sagte Mabel, indem sie die sehnigenFinger ihres Vaters mit ihren kleinen Händen umfaßte und aufsie niederblickte, als wären sie Gegenstände von äußerster Wichtig-keit, obgleich sich ihre Lippen zu einem leichten Lächeln verzogen,als ihnen die Worte entglitten. — „Und glaubt Ihr, Vater, daßder Pfadfinder hiezu geeignet wäre? Ist er nicht in zehn bis zwölfJahren so alt als Ihr jetzt seyd?"
„Was liegt daran? Er hat ein Leben voll Mäßigkeit und