„Und waö wurde ans dem armen Unglücklichen?" fragteMabel, welche an der kunstlosen Beredsamkeit des Sprechers war-men Antheil genommen hatte.
„Er ging ohne Zweifel in die glücklichen Jagdgründe seinesVolkes; denn obgleich er sich hier als einen Wagehals und Groß-thuer erwies, so war er doch auch gerecht und tapfer. Ja, erstarb in der Thorheit dahin, aber der Manitou der Rothhänte hatMitleid mit seinen Geschöpfen, so gut als der Gott der Christen."
In diesem Augenblick wurde eine Kanone von dem Blockhausin der Nähe des Forts abgefenert, und die Kugel, welche geradekeine von den schweren war, pfiff über den Mast des Kuttershin —^cine Mahnung, sich nicht näher heran zu wagen. Jasperstand an dem Steuer und hielt zu gleicher Zeit lächelnd ab, alsob ihn die Rohheit dieser Begrüßung wenig kümmere. Der Sendwar nun in der Strömung, und eine Drehung nach außen brachteihn bald genug so weit leewärts, daß von einer Wiederholungdes Schliffes keine Gefahr zu befürchten stand, worauf er dannruhig seinen Curs längs des Ufers sortsetzte. Als der Stromoffen vor ihren Augen lag, überzeugte sich Jasper, daß der Mont-calm sich nicht in demselben vor Anker befand, und ein Mann, dernach dem Top hinaufgeschickt wurde, kam mit der Nachricht zurück,daß sich am ganzen Horizont kein Segel blicken lasse. Man hattenun gute Hoffnung, daß Jaspers Kunstgriff geglückt sey und daßder französische Befehlshaber sie verfehlt habe, als er bei seinemVorwärtssteuern auf die Mitte des Sees abhielt.
Den ganzen Tag hing der Wind gegen Süden hin, und derKutter setzte seinen Curs, ungefähr eine Stunde vom Lande ab,in dem vollkommen glatten Wasser fort, wobei er sechs oder achtKnoten in der Stunde segelte.
Obgleich die Scene ziemlich einförmig war, und nur aus einemununterbrochenen Wäldersaume an dem Wasser bestand, so gewährtesie doch einiges Interesse und Vergnügen. Man kam an vielen