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2 (1846) Der Pfadfinder oder das Binnenmeer
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der feigherzigste Freier, mit dem ich je znsammengekommen bin.Erinnert Euch, daß Mabel von einem kühnen Stamme kommt,und Mabel wird eben so gern einen Mann bewundern, wie ehe-dem ihre Mutter."

Hier erhob sich der Sergeant und entfernte sich, ohne sich znentschuldigen, um seinem Dienste, an dem er cs nie fehlen ließ,nachznkommen. Der Fuß, auf welchem der Wegweiser mit allenin der Garnison stand, ließ diese Freiheit als ganz natürlich erscheinen.

- Der Leser wird aus der eben mitgetheilten Unterredung eineder Absichten entnommen haben, welche den Sergeanten veranlaßthatten, seine Tochter nach der Gränzfeste kommen zn lassen. Ob-gleich er nothwendig der Liebkosungen nnd Schmeicheleien entwöhntwar, welche ihm sein Kind während der ersten paar Jahre seinesWittwcnstandes so theuer gemacht, so liebte er sie doch imStillen aufs- zärtlichste. An das Commando und den Gehorsamgewöhnt, ohne selbst gefragt zu werden oder Andere über de»Grund der Befehle zn fragen, war er vielleicht zu sehr zn derAnnahme geneigt, seine Tochter werde den Mann, den er ihrauswähle, heirathen, obschon er durchaus nicht beabsichtigte, ihrenWünschen Gewalt anzuthun. In der That kannten auch nur wenigeden Pfadfinder genauer, ohne ihn im Geheim für einen Mannvon außerordentlichen Eigenschaften zu halten. Immer derselbe,einfach, redlich, furchtlos und doch klug, zumal bei Unternehmun-gen, welche in der Meinung des Tages als gerechtfertigt galten,und nie in eine Sache verstrickt, die ihn hätte erröthen lasse»oder ihm hätte zum Vorwurf gereichen können, war es unmöglich,viel mit einem Wesen umgehen, das in seiner eigenthümlichen Weiseals eine Art Adam vor dem Falle jedoch sicher nicht ohne Sünde-erschien, ohne eine Achtung nnd Bewunderung gegen dasselbe zufühlen, welche sich nicht allein auf seine Stellung im Leben be-zog. Kein Offizier begegnete ihm, ohne ihn wie seines Gleichenzu grüßen; kein Gemeiner wandte sich an ihn anders, als mit