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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
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558
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Nachlese

LöS

Deutschlands Geist dem Französischen immer wie derGeist Italiens widerstanden!

Er hatS und kräftiger als jener. In denProvinzen selbst, die langst Französisch waren, istder Deutsche Geist nicht ausgetilgt; durch Gesetze,Manieren und Sprache laßt sichrer französische Geistnicht lernen. Bleibet euch also treu, ihr Deutsche,und affet nicht nach. An ihnen, nicht vv» ihnendürft und sollt ihr lernen. Seit den letzten zehnJahren haben sie Euch so viel an ihnen zu lernengegeben, daß was ihr von ihnen ungeschickt gelernthattet» ihr wohl vergessen mögct."

Die große Nation gab ein großes Schauspiel.Sie hat eine Probe an sich gemacht

Die sie, Trotz aller erlebten Unfälle wohlnutzen wird: denn ungeheuer viele, sonst schlafendeKräfte hat sie geweckt und Gedankenverbindungen ge»wagt, die nicht sofort ausgelöscht werden mögen.Der Strom der Zeit rollt fort; nichts in ihm darfsich seinem Lauf entzieben; was nicht mit will, wirdabgesetzl oder sinkt zu Boden. Es gab Zeiten, daviele Verfassungen Deutschlands, anerkannt, die er-sten in Europa waren. Mit freudigem Antlitz be-grüßte ich täglich die Municipalitäten, die durch Ein-tichtung Und Ordnung, durch Fleiß und Treue hochüber jenen des alten Roms oder des neuen Italiensstanden; ich übergüldete sie, wie prächtige Linden, inderen Walde von Gerüchen und Blüthcn ZahlloseSchwarme Honig suchten und fanden. Manche der-selben hak ein fremder üppiger Epheu abgezehrt; ver-