Druckschrift 
Zur schönen Literatur und Kunst Theil 12 (1821) Früchte aus den sogenannt goldnen Zeiten des achtzehnten Jahrkunderts
Entstehung
Seite
537
Einzelbild herunterladen
 

zur Ad rast ca.

5Zv

Aeußere Form und Struktur der Regierung thutnicht alles, da die Majorität durch ihre innerenTriebräder (vvu)'s of tchinkäng) geleitet wird. No-tionen darf der Staat nicht übersehen, sie sind Prin-zipien des Lebens, und können die größten Unord-nungen und Ucbel Hervorbringen.

Der Mensch ist ein fürchterliches Thier, beydcsdurch seine Leidenschaften und seine Vernunft. SeineLeidenschaften reizen ihn oft zu den größten Ucbeln,und seine Vernunft beut ihm dazu die Mittel an.Dies Thier zu zahmen und es biegsam zur Ordnung,zum Menschen zu machen, ihm einen Sinn von Ge-rechtigkeit und Tugend zu geben, ihn von Übeln We-gen durch Furcht zurückzuhalten, zu seiner Pflichtanzuspornen durch Hoffnung, ihn Innen und Außenzu bilden für die Gesellschaft, ist der Zweck allerbürgerlichen und religiösen Institute, das Bestrebenaller Weisen und Guten zu allen Zeiten. Immer istErziehung für das beste Mittel dazu gehalten.

Sind die Handlungen der Menschen Effekte ih-rer Prinzipien, d. i. ihrer Begriffe, ihres Glaubens,ihrer Persuasionen; so sind fcühgesäete Prinzipiendie Saamenkörncr für den Herbst im reifen Alter.Man spricht von Nationen sehr leicht, und doch ha-ben sie den gewaltigsten Einfluß. Meynungen undNotioncn sind ein beständiger Zaum unsrer Lüste undhalten unfern Leidenschaften die Stange, wenn sie sieauch nicht in jedem Augenblick controllicen und re-gieren.

Was zäumt die wilden Begierden des Men-schen ? was macht die Welt bewohnbar, als die pcä-